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Viele Unternehmen verlassen sich in der heutigen digitalen Umgebung auf Marketing-Software, um Zielgruppen zu erreichen und einzubinden. In diesem technologiegestützten Ökosystem gibt es zwei entscheidende Kategorien: Marketingtechnologie (MarTech) und Werbetechnologie (AdTech). Jede Kategorie spielt eine eigenständige, aber miteinander verbundene Rolle in Ihrer Marketingstrategie. 

Das Verständnis der Unterschiede zwischen MarTech und AdTech sowie deren Überschneidungen und Wechselwirkungen ist entscheidend, um im Geschäftsalltag erfolgreich zu sein. Werden die Synergien nicht erkannt oder beide Kategorien nicht klar getrennt betrachtet, können Chancen verloren gehen, entstehen Ineffizienzen, und Marketingstrategien sind weniger effektiv. In diesem Artikel erläutere ich die Unterschiede zwischen MarTech und AdTech, damit Sie beide Bereiche besser verstehen.

Was ist MarTech?

MarTech, kurz für Marketingtechnologie, beschreibt die Tools und Software, die Marketingfachleute zur Vereinfachung, Automatisierung und Analyse von Marketingaufgaben und -prozessen einsetzen. Ein gut ausgewählter MarTech-Stack hilft Ihnen dabei, Kunden besser zu verstehen und anzusprechen, Marketingstrategien zu optimieren und die Effizienz zu steigern. 

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Diese Tools decken ein breites Feld ab, einschließlich Lösungen für Content Marketing, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media Marketing. Die Segmentierung und gezielte Ansprache von Kunden ist ein zentraler Bestandteil von MarTech, wodurch Sie Marketingkampagnen gezielt auf Ihre Zielgruppe zuschneiden können. Außerdem unterstützen diese Tools dabei, die Performance Ihrer Marketingmaßnahmen zu erfassen und auszuwerten, um künftige Strategien zu optimieren.

Beispiele für MarTech-Tools:

26,6 % der weltweiten Budgets entfallen auf MarTech, und es gibt zahlreiche Tools, mit denen Sie Leads weiterentwickeln, durch den Marketing-Funnel führen, den Erfolg Ihrer Strategien überwachen und bessere Beziehungen zur Zielgruppe aufbauen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele spezifischer MarTech-Tools, die Sie in Ihrer Marketingabteilung einsetzen können:

  • Web-Analyse: MarTech-Tools helfen Ihnen dabei, Einblicke in Ihre Website und digitalen Marketingmaßnahmen zu sammeln, indem sie Traffic, Kundenverhalten, Konversionsraten und mehr messen und nachverfolgen. Zu den Analyse-Tools gehören beispielsweise Google Analytics und Adobe Analytics.
  • Social Media Management-Plattformen: Social Media Management-Plattformen bieten einen zentralen Ort zum Planen, Veröffentlichen und Überwachen von Social-Media-Inhalten und ermöglichen die Verwaltung mehrerer Social-Media-Profile, das Kuratieren von Beiträgen, die Performance-Analyse und Interaktionen mit Zielgruppen. Beispiele sind Hootsuite und Buffer.
  • CRM: Customer Relationship Management-Lösungen dienen als Datenbank, in der Sie Interessenten- und Kundendaten erfassen, speichern und organisieren, Interaktionen verfolgen, Kontaktinformationen verwalten und Einblicke ins Kundenverhalten erhalten. Beispiele für CRM-Plattformen sind Salesforce, Hubspot und Zoho.
  • Marketing-Automatisierung: Über Marketing-Automatisierungsplattformen können Sie Ihre Marketingprozesse und multifunktionale Kampagnen kanalübergreifend automatisieren und Kundinnen und Kunden über Websites, E-Mails oder SMS gezielt mit Botschaften ansprechen. Tools wie Pardot und Act-On unterstützen Sie dabei.
  • Suchmaschinenoptimierung: Das wichtigste Plus von SEO-Tools ist, dass sie Marketingteams in allen Bereichen der Suchmaschinenoptimierung unterstützen, etwa bei der Onpage-Optimierung, der Keyword-Recherche und dem Linkaufbau. So können Sie relevante Schlüsselbegriffe identifizieren, die Struktur und Meta-Tags von Websites optimieren und die Sichtbarkeit bei Suchmaschinen messen. In diese Kategorie fallen Google Search Console, SEMrush und Ahrefs.
  • Content-Management-System (CMS): Einer der wichtigsten Vorteile von Content-Management-Systemen ist, dass sie das Erstellen, Verwalten und Veröffentlichen von Inhalten auf Ihrer Website erleichtern und zentralisieren, wodurch technisches Know-how überflüssig wird. Headless-CMS bieten zudem weitere Vorteile wie mehr Flexibilität und Kontrolle. Zu den Plattformen, die Sie bei der Inhaltserstellung und Veröffentlichung unterstützen, zählen WordPress, Drupal, Webflow und Joomla.

Was ist AdTech?

AdTech, kurz für Werbetechnologie, konzentriert sich auf Technologien, die Sie zum Planen, Aussteuern und Bereitstellen von Werbeinhalten verwenden können. Diese Tools sind für Werbetreibende unverzichtbar und helfen dabei, Zielgruppen über verschiedene Kanäle hinweg zu erreichen. AdTech-Tools ermöglichen die gezielte Schaltung, Platzierung und Nachverfolgung von Anzeigen auf verschiedenen Websites und mobilen Anwendungen. 

Anwender von AdTech-Tools nutzen das Real-Time Bidding (RTB), um für Werbeplatzierungen in Echtzeit zu bieten. Darüber hinaus bieten diese Lösungen datenbasierte Entscheidungsgrundlagen für die Anzeigenschaltung und die Zielgruppenansprache, optimieren das Werbebudget und maximieren den ROI von Kampagnen.

Beispiele für AdTech-Tools:

Auch wenn jede Zielgruppe und Kampagne, die Sie mit AdTech-Tools entwickeln, einzigartig ist, gibt es einige Standardkomponenten und Strategien, die in einen AdTech-basierten Ansatz einfließen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für AdTech-Tools, die zum Erfolg Ihrer digitalen Kampagne beitragen können:

  • Demand-Side Platform (DSP): Digitale Werbung kann den Kauf von Werbeflächen bei verschiedenen Medienunternehmen beinhalten, und DSP-Technologien ermöglichen es Ihnen, auf offene Werbeplätze auf Basis einzelner Impressionen zu bieten. Hilfreiche Tools hierfür sind Plattformen wie The Trade Desk und AppNexus.
  • Supply-Side Platform (SSP): Medienunternehmen benötigen eine Möglichkeit, ihre offenen Werbeflächen zu verkaufen, und nutzen dafür SSP-Technologien, um ihre Flächen automatisiert und effizient auf mehreren Börsen zu listen. Medienunternehmen können SSPs wie PubMatic und AppNexus nutzen, um ihre Werbeflächen zu verwalten.
  • Ad Exchange: Unternehmen, die Werbeflächen kaufen oder verkaufen möchten, nutzen Ad Exchanges, die als Marktplätze für DSPs und SSPs fungieren und als Echtzeitauktionen ausgestaltet sind, sodass Unternehmen Werbeplätze schnell kaufen und verkaufen können. Ad Exchanges wie AdX und Rubicon Project ermöglichen es Marken, Anzeigeninventar zu kaufen und zu verkaufen.
  • SEM-Plattformen: Suchmaschinen wie Google ermöglichen es Werbetreibenden, für bestimmte Schlüsselwörter, die Ihrem Unternehmen Sichtbarkeit verschaffen, Werbeplätze zu kaufen, um Bekanntheit zu steigern und neue Kunden zu gewinnen. Einige SEM-Plattformen sind SpyFu, Google Trends und Keywordtools.io.
  • Data Management Platform (DMP): Marketingteams nutzen DMPs, um Daten für Business Intelligence zu sammeln, zu verwalten und zu analysieren, indem sie First-, Second- und Third-Party-Daten aus verschiedenen Online- und Offline-Quellen aggregieren. Mit Tools wie BlueKai, Adobe Audience Manager und Lotame können Sie Kundeninformationen, mobile Identifikatoren und demografische Daten speichern und detaillierte Einblicke in unterschiedliche Kundensegmente gewinnen.
  • Programmatic Ads: Viele Unternehmen sparen Zeit, indem sie programmatische Werbung einsetzen, um Zielgruppen anhand von demografischen Merkmalen zu identifizieren und die besten Zeitfenster zu bestimmen, um relevante Personen gemäß ihres Kundenprofils zu erreichen. Programmatic-Advertising-Plattformen wie DoubleClick von Google und Media Math helfen bei der Auswahl der optimalen Werbezeitfenster und sparen Ihnen Zeit.
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4 wesentliche Unterschiede zwischen MarTech und AdTech

MarTech und AdTech sind eng miteinander verbunden, weshalb viele Menschen sie häufig verwechseln. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede zwischen diesen Technologien. Im Folgenden werden diese Unterschiede erläutert, damit Sie ihre Funktionen und Ziele besser verstehen.

1. Zweck

MarTech unterstützt Marketingteams bei der Verwaltung und Optimierung ihrer Kampagnen. Diese Digital-Marketing-Plattformen konzentrieren sich auf die Entwicklung und Gewinnung von Leads, den Aufbau von Kundenbeziehungen und die Verbesserung der Conversions. AdTech legt den Fokus stärker auf die Ausspielung von Werbeanzeigen an die richtige Zielgruppe. Mit AdTech-Tools können Sie die geeigneten Plattformen und Ansätze auswählen und zugleich Daten aus jeder Kampagne sammeln.

2. Zielgruppe

Mit MarTech-Tools können Sie eine breitere Marketingzielgruppe bedienen, einschließlich der Kundengewinnung und -bindung. Nachdem Sie eine Beziehung zu einem potenziellen Kunden aufgebaut haben, können Sie MarTech nutzen, um diese Beziehung zu pflegen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt haben Sie bereits die Daten des potenziellen Kunden, etwa Name, E-Mail-Adresse und weitere Details wie Kaufhistorie, erfasst, um persönliche Kommunikation zu erstellen. AdTech-Tools hingegen richten sich an Werbetreibende und Media Buyer, die potenzielle Kunden ansprechen, die sie bisher noch nicht kennen.

3. Plattformen

MarTech umfasst verschiedene Marketing-Plattformen und Kanäle wie Social Media, E-Mail und Content. Diese Tools integrieren sich in der Regel in die interne Marketinginfrastruktur eines Unternehmens, um personalisierte Interaktionen zu ermöglichen. AdTech konzentriert sich auf externe Marketingplattformen wie Display, Suche, Social Media, Mobile und Videoanzeigen. AdTech-Tools helfen Marken, Anzeigen auf Anwendungen, Websites und Netzwerken von Drittanbietern zu kaufen und zu platzieren.

4. Abrechnungsmethoden

MarTech verwendet in der Regel ein abonnementbasiertes Abrechnungsmodell, bei dem Unternehmen wiederkehrende Gebühren zahlen müssen, um auf das Tool und den Service zuzugreifen. Dadurch werden diese Plattformen für Marketingbudgets planbar und kalkulierbar. Sie nutzen üblicherweise einen Festpreis, können aber auch Metriken wie Cost-per-Mille zugrunde legen. AdTech-Plattformen verwenden häufig Pay-per-Click- oder Pay-per-Use-Modelle, bei denen Werbetreibende für Platzierungen oder Klicks zahlen. Diese Kosten können je nach Faktoren wie Anzeigenplatzierung, Wettbewerb und Zielgruppen-Targeting variieren.

Brauchen Sie noch mehr Informationen? Unser Artikel über Was ist Marketing-Software beleuchtet dieses Thema ausführlich.

Fazit

Immer mehr Unternehmen suchen nach Wegen, neue Höhen zu erreichen, und eine Kombination aus MarTech- und AdTech-Tools verschafft einen ganzheitlichen Blick auf ihre Zielmärkte. Das trägt dazu bei, Konversionen zu steigern, den Gewinn zu maximieren und Unternehmen langfristig zu stärken.

Bald könnten Sie eine Kombination dieser digitalen Technologien sehen, nach der alle Werbetreibenden und Marketer suchen, denn eine solche Lösung gibt Marken das Potenzial, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu erkennen, noch bevor diese sich ihrer selbst bewusst werden. 

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl von MarTech- oder AdTech-Tools für Ihr Unternehmen benötigen, abonnieren Sie den The CMO Newsletter, um Software-Bewertungen direkt in Ihren Posteingang zu erhalten. Nehmen Sie außerdem unbedingt an einer unserer empfohlenen MarTech-Konferenzen teil!

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Stephanie Hood

Stephanie Hood ist Marketingdirektorin bei Discover Holidays und ehemalige Chefredakteurin von The CMO. Mit einem Jahrzehnt Erfahrung in der Leitung leistungsstarker Redaktions- und Marketingteams – von der Gestaltung von Medieninhalten bei VIVA Lifestyle & Travel bis zur Umsetzung von Kampagnen, die sechsstellige Budgets in siebenstellige Erträge verwandeln – beherrscht Stephanie die Kunst des verkaufsfördernden Storytellings. Heute vernetzt sie sich mit den weltweit führenden Führungskräften, um deren Erfolgsgeheimnisse kennenzulernen, und teilt diese Einblicke hier mit ihrer Community gleichgesinnter Fachleute.

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