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E-Mail-Marketing ist eines der wirkungsvollsten und am besten kontrollierbaren Instrumente in Ihrem Marketing-Mix. Anders als bei SEO oder Social Media besitzen Sie Ihre Liste und Ihre Botschaft selbst. Mit der richtigen Strategie kann es eine extrem hohe Kapitalrendite liefern. Doch dafür brauchen Sie mehr als nur eine einprägsame Betreffzeile.

Sie benötigen bewährte Best Practices im E-Mail-Marketing, um Ihre Klickrate zu erhöhen, hochwertige Leads zu generieren und den Umsatz zu steigern.

Dieser Leitfaden ist vollgepackt mit umsetzbaren Tipps zum E-Mail-Marketing, die Ihnen helfen, eine profitable Liste aufzubauen, überzeugende Botschaften zu verfassen und Vertrauen zu schaffen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie mit A/B-Tests und intelligentem Design jede Kampagne optimieren können.

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Überblick: Best Practices im E-Mail-Marketing

Hier sind die E-Mail-Marketing Best Practices, die wir behandeln werden:

E-Mail-Marketing-Software

Best Practices für E-Mail-Listen

Best Practices für das E-Mail-Design

Best Practices für die Zustellbarkeit

Metriken und Tests im E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing-Automatisierung

E-Mail-Marketing-Software

Ihre Marketingstrategie ist nur so stark wie die Infrastruktur, die sie unterstützt. Während Gmail und Outlook für die private Kommunikation ausreichen, brechen sie unter den Anforderungen eines professionellen E-Mail-Marketings schnell zusammen. Wenn Sie einige Hundert E-Mails über Ihr normales Postfach versenden, merken Sie sofort, was fehlt: kein Tracking der Öffnungsrate, keine Automatisierungsmöglichkeiten, kein Bounce-Management und – am schlimmsten – ein gefährdeter Absender-Ruf.

E-Mail-Dienstleister, sogenannte ESPs, machen aus E-Mail ein leistungsstarkes Marketinginstrument. Diese spezialisierten Plattformen übernehmen alles, was Standard-Mail-Clients nicht können: Zielgruppensegmentierung, automatisierte Workflows, A/B-Tests für Betreffzeilen und Analysen in Echtzeit. Doch da so viele Plattformen ähnliche Funktionen versprechen, entscheidet oft das Wissen darüber, wie man richtig auswählt und worauf man verzichten kann.

Ein hochwertiger ESP agiert als Ihr Zustellbarkeitswächter, managt das komplexe Geflecht aus Compliance-Anforderungen (DSGVO, CAN-SPAM, CASL) und optimiert Ihren Absender-Ruf. Er authentifiziert Ihre Domain, bearbeitet Abmeldeanfragen automatisch und drosselt intelligente Versandmengen, damit Ihre Nachrichten nicht im Spam-Ordner landen. Das Ergebnis? Ihre sorgfältig erstellten E-Mails kommen tatsächlich in den Posteingängen an – und verschwinden nicht einfach im Spam.

Best Practices für E-Mail-Listen

Segmentierung der E-Mail-Liste

Der erste Schritt zu erfolgreichem E-Mail-Marketing besteht darin, Ihre Liste zu segmentieren. Eine sinnvolle Segmentierung stellt sicher, dass Ihre E-Mails die relevanteste Zielgruppe erreichen – das steigert nicht nur die Öffnungsrate, sondern verhindert auch, dass Empfänger auf den gefürchteten "Abmelden"-Button klicken.

Warum ist Segmentierung wichtig? Wie andere Content-Formate auch, müssen E-Mail-Nachrichten hochrelevant für ihre Empfänger sein. Verkaufen Sie ein Produkt für Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, sollten Ihre E-Mails genau diese Frauen erreichen – und nicht etwa Männer zwischen 18 und 24 Jahren.

Einer der Hauptvorteile der richtigen Segmentierung besteht darin, dass Sie Ihre E-Mails individuell auf die Personen jeder Gruppe zuschneiden können. Nehmen wir an, Sie sind für das E-Mail-Marketing eines Unternehmens verantwortlich, das Hautpflegeprodukte vertreibt. Statt allen Empfängern die gleiche Nachricht zu schicken, könnten Sie Ihre Liste in verschiedene Altersgruppen oder sogar nach Hauttypen segmentieren.

Wenn Sie eine E-Mail verschicken, können Sie die Botschaft gezielt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Segments zuschneiden. Schreiben Sie zum Beispiel für eine jüngere Zielgruppe, könnten Sie auf die Bedeutung der richtigen Gesichtsreinigung zur Vorbeugung von Akne eingehen. Ältere Empfänger profitieren vielleicht von Tipps gegen Altersflecken oder von Informationen zur Reduzierung von Fältchen. Je relevanter Ihr Inhalt für die Bedürfnisse der Lesenden ist, desto positiver wird Ihr Mailing wahrgenommen.

Sicherstellen, dass Empfänger eingewilligt haben

In den Vereinigten Staaten dürfen Sie Marketingbotschaften versenden, ohne vorher eine explizite Erlaubnis eingeholt zu haben. Der Haken? Wenn jemand Sie auffordert, keine weiteren E-Mails mehr zu senden, müssen Sie diesem Wunsch nachkommen. Diese Regeln werden durch den CAN-SPAM Act geregelt, den der US-Kongress 2003 verabschiedete, um unerwünschte E-Mails einzudämmen.

Wenn Ihr Unternehmen international tätig ist, sollten Sie wissen, dass andere Länder strengere Vorschriften haben. Kanada verbietet es Unternehmen, kommerzielle Nachrichten an Empfänger zu senden, die zuvor keine Zustimmung erteilt haben. Europäische Länder haben dieselbe Regel, verlangen jedoch zusätzlich, dass Sie den Menschen exakt erklären, wie deren Daten verwendet werden.

An allen drei Standorten muss jede kommerzielle E-Mail, die Sie versenden, Anweisungen zum Abmelden (Opt-out) enthalten. In den Vereinigten Staaten und Kanada sind Vermarkter außerdem verpflichtet, den Empfängern die Möglichkeit zu geben, sich ohne zusätzliche Kosten abzumelden. Für jeden Verstoß gegen den CAN-SPAM Act kann ein Bußgeld von bis zu $46,517 verhängt werden – daher ist die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben unerlässlich. Stellen Sie sicher, dass jede gesendete E-Mail einen 'Abbestellen'-Link oder -Button am unteren Rand enthält.

Ignorieren Sie dies, können Ihre E-Mail-Kampagnen entweder im Papierkorb landen oder als Beweismittel vor Gericht verwendet werden.

Single Opt-in gegenüber Double Opt-in

Eine Möglichkeit, Ihre E-Mail-Marketing-Kampagnen effektiver zu gestalten, ist die Verwendung eines Double Opt-in-Verfahrens anstelle eines Single Opt-ins, wenn sich jemand in Ihre Liste einträgt. Ein Single Opt-in ist genau das, was der Name vermuten lässt – der neue Abonnent muss lediglich ein Anmeldeformular ausfüllen, um Ihnen seine E-Mail-Adresse mitzuteilen. Ein Double Opt-in hingegen erfordert, dass der Abonnent seine Anmeldung zusätzlich per E-Mail bestätigt.

Obwohl das Einrichten eines Single Opt-ins leichter ist, gibt es Vorteile bei der Nutzung von Double Opt-ins. Zum Beispiel können Bots sich problemlos in Ihre Liste eintragen, aber sie können die Anmeldung nicht per E-Mail bestätigen. Dadurch ist es deutlich einfacher, Betrüger von Ihrer Liste fernzuhalten und den Ruf Ihres Unternehmens zu bewahren. Außerdem zeigt ein Abonnent, der diesen zusätzlichen Schritt geht, wahrscheinlich echtes Interesse an Ihren Produkten oder Dienstleistungen, sodass Sie unter Umständen höhere Öffnungs- und Klickraten verzeichnen können.

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Best Practices für das E-Mail-Design

email design graphic

Alina Wheeler, Markenberaterin und erfahrene Designerin, sagte einmal: „Design ist sichtbar gemachte Intelligenz.“ Guter Text ist wichtig, aber er ist nur ein Teil des Puzzles, wenn es um erfolgreiches E-Mail-Marketing geht. Ein stimmiger visueller Auftritt erhöht das Vertrauen und stärkt das Nutzererlebnis.

Durchdachtes Design beginnt mit Ihrer Markenidentität. Ihre Kunden sollen Ihre E-Mail-Nachrichten automatisch mit Ihrem Unternehmen in Verbindung bringen, also verwenden Sie in Ihren E-Mails die gleichen Farben, Logos und die gleiche Sprache wie auf Ihrer Website und Ihren gedruckten Werbematerialien.

Grundlegende Designprinzipien

Ob Sie nun E-Mail-Vorlagen nutzen oder jede Nachricht individuell gestalten: Vergessen Sie nicht, ausreichend Weißraum zu verwenden, um Ihre Abonnenten nicht zu überfordern. Ihre E-Mail-Designs sollten außerdem intuitiv sein, das heißt für die Empfänger leicht zu navigieren – ganz ohne formelle Anleitungen oder Rätselraten, was zu tun ist.

Intuitive E-Mails folgen typischerweise einem Z-Muster oder einem F-Muster. Das Z-Muster geht davon aus, dass Menschen E-Mails so lesen wie Bücher oder Zeitschriften: Sie beginnen oben links, bewegen sich nach rechts über die Seite und wandern dann mit dem Auge auf die linke untere Seite der Nachricht.

Nicht jeder liest nach dem Z-Muster. Deshalb sollten Sie auch mit dem F-Muster experimentieren. Dieses Muster, das sich besonders für inhaltsreiche E-Mails eignet, geht davon aus, dass E-Mail-Leser den Inhalt eher überfliegen als gründlich lesen. Die längsten Textzeilen stehen am oberen Rand der E-Mail, gefolgt von immer kürzer werdenden Textpassagen. Stellen Sie sich das F-Muster wie Ihren Verkaufstrichter vor: breit an der Spitze, schmal am Ende.

Die Bedeutung von responsivem Design

Viele E-Mail-Marketing-Tipps beziehen sich auf das Schreiben von guten Texten oder die richtige Farbwahl, aber vergessen Sie nicht, Ihre E-Mails mobilfreundlich, sprich responsiv, zu gestalten. Campaign Monitor berichtet, dass mehr als 70% der Menschen ihre E-Mails auf dem Handy lesen. Sie möchten diese Nutzer nicht verprellen, indem Sie es ihnen schwer machen, Ihre E-Mails zu lesen und zu navigieren.

Hier ein paar Tipps, wie Sie das Lesen Ihrer E-Mail-Nachrichten auf einer Vielzahl von Mobilgeräten erleichtern können:

  • Verwenden Sie wann immer möglich ein einspaltiges Layout.
  • Vermeiden Sie es, mehrere Hyperlinks in einer Textzeile zu platzieren. Es kann schwierig sein, auf einem kleinen Bildschirm den richtigen Link anzuklicken.
  • Versenden Sie zuerst eine Test-E-Mail, um sicherzustellen, dass Ihre Nachrichten sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets ansprechend aussehen.
  • Verwenden Sie Alt-Tags bei Ihren Bildern. Alt-Tags erhöhen nicht nur die Barrierefreiheit für Menschen mit Sehproblemen, sondern sind auch hilfreich, wenn Ihre Bilder aufgrund einer schlechten Verbindung oder technischer Probleme auf dem Handy des Nutzers nicht geladen werden.
  • Platzieren Sie Ihren wichtigsten CTA möglichst weit oben in der E-Mail („above the fold“). So sehen die Leser diesen leichter, was die Conversions erhöhen kann.
  • Gestalten Sie CTA-Buttons etwas größer als gewöhnlich, damit sie auf kleineren Bildschirmen leichter zu klicken sind.

Sobald Sie ein ansprechendes, responsives Design entworfen haben, fügen Sie Links zu Ihrer Website und Ihren Social-Media-Kanälen hinzu, damit potenzielle Kunden mehr über Ihr Unternehmen erfahren können. Verzichten Sie außerdem auf eine No-Reply-E-Mail-Adresse und richten Sie stattdessen ein überwachtes E-Mail-Postfach ein. So können Interessenten Ihr Unternehmen erreichen, ohne dass Ihre Kollegen von Nachrichten überflutet werden.

Elemente einer E-Mail-Nachricht

Betreffzeile der E-Mail

Ihre Betreffzeile ist eines der wichtigsten Elemente Ihrer E-Mail, denn sie ist das Erste, was die Empfänger sehen. Ist sie nicht überzeugend oder relevant für ihre Bedürfnisse, löschen sie die Nachricht möglicherweise, ohne sie je zu öffnen. Stellen Sie sich Ihre Betreffzeile wie das Parfüm oder Eau de Cologne vor, das Sie zu einem ersten Date tragen würden. Sie möchten etwas Angenehmes, nicht etwas, das die Leute verzweifelt nach frischer Luft suchen lässt.

Hier sind fünf Tests, mit denen Sie feststellen können, welche Betreffzeilen für Ihre Zielgruppe am effektivsten sind:

  1. Länge: Funktionieren kürzere oder längere Betreffzeilen besser? Laut Campaign Monitor sind kurze Betreffzeilen meist effektiver. Aber denken Sie daran: Eine Standardlösung beim E-Mail-Marketing führt nicht zum Ziel. Sie müssen A/B-Tests durchführen, um herauszufinden, wie Ihre Zielgruppe auf die verschiedenen Typen von Betreffzeilen reagiert.
  2. Personalisierung: Durch A/B-Testing finden Sie heraus, ob Ihre Empfänger besser auf Betreffzeilen reagieren, die ihren Namen enthalten. Beispielsweise: „Michael, bist du bereit, Projektmanagement zu meistern?“ im Vergleich zu „Projektmanagement heute meistern.“
  3. Frage vs. Aufforderung: Eine Frage in der Betreffzeile weckt die Neugier der Leser. Allerdings spricht das nicht jeden an, daher sollten Sie auch alternative Formate in petto haben. Beispielsweise: „Wie verbessern Gurken Ihre Gesundheit?“ im Gegensatz zu „Erfahren Sie mehr über die großartigen gesundheitlichen Vorteile von Gurken.“
  4. Clever/kreativ: Reagiert Ihr Publikum auf clevere oder kreative Betreffzeilen? Das wissen Sie erst, wenn Sie einen A/B-Test machen. Eine Zeile wie „Was haben Albert Einstein und Harry Potter gemeinsam?“ ist durchaus spannend, das heißt aber nicht, dass Ihre Zielgruppe automatisch darauf anspringt. Vielleicht bevorzugen sie etwas Geradlinigeres, wie „3 Führungslektionen von Albert Einstein.“
  5. Emojis/keine Emojis: Vom einfachen Text-Mail sind wir weit entfernt. Sie können nicht nur Bilder und Videoclips im E-Mail-Text einfügen, sondern sogar Emojis direkt in die Betreffzeile setzen. Probieren Sie aus, bestimmte Wörter durch Symbole zu ersetzen oder mit Emojis den Inhalt zusätzlich hervorzuheben.

Preheader

Im Digital-Marketing-Jargon ist ein Preheader der Textausschnitt, der nach der Betreffzeile im Posteingang des Empfängers erscheint. Gute Preheader ergänzen die Betreffzeile und geben den Lesern einen zusätzlichen Grund, Ihre Nachrichten zu öffnen. Sie können die Wirkung noch steigern, indem Sie verschiedene Ansätze vergleichen, um herauszufinden, welche Variante die höchste Öffnungsrate erzielt.

Hier sind vier gängige Ansätze zur Formulierung von Preheadern:

  1. Zusammenfassungen: Die einfachsten Preheader fassen den Inhalt der E-Mail kurz zusammen. So erhalten beschäftigte Leserinnen und Leser etwas mehr Information, um zu beurteilen, ob die Nachricht relevant für sie ist.
  2. Handlungsaufforderung (Call to Action): Viele unerfahrene Marketer machen den Fehler, ihre Handlungsaufforderung ganz am Ende einer E-Mail zu platzieren. Wie Sie wissen, ist es jedoch wirksamer, einen CTA „above the fold“ – also im sichtbaren Bereich – zu setzen. Wird der CTA bereits im Preheader untergebracht, ist das besonders effektiv, denn der Empfänger sieht ihn, ohne die E-Mail öffnen zu müssen.
  3. Kurz vs. lang: Ihre Abonnenten haben durchaus Gemeinsamkeiten wie persönliche Interessen oder demografische Merkmale. Das heißt aber nicht, dass sie alle gleich sind. Testen Sie verschiedene Längen, um herauszufinden, ob Ihre Zielgruppe eher auf kurze oder auf längere Preheader anspricht.
  4. Sonderangebote: Erhöhen Sie die Dringlichkeit bei den Empfängern, indem Sie ein Sonderangebot im Preheader erwähnen. Weisen Sie auf einen Rabattcode, einen Download-Link für einen Gratis-Report oder einen anderen Mehrwert im E-Mail-Text hin. Schwankte der Empfänger noch bezüglich des Öffnens, sorgt das vielleicht für den entscheidenden Klick.

E-Mail-Inhalt

Was den E-Mail-Inhalt angeht, stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen. Sie können mit der Textlänge experimentieren (lang vs. kurz), Emojis einsetzen, Videos oder Audiodateien einbinden oder verschiedene Schriftarten ausprobieren, um zu sehen, was die beste Resonanz bringt. Denken Sie aber immer an Ihr Branding sowie an verschiedene Endgeräte und Bildschirmgrößen. Die meisten E-Mail-Marketing-Tools ermöglichen es Ihnen, sich eine Vorschau Ihrer E-Mails auf unterschiedlichen Geräten anzeigen zu lassen.

Wie bei anderen Formen des Content-Marketings müssen auch E-Mails für Ihre Zielgruppe nützlich und relevant sein. Jemand, der sich für Tipps rund ums Styling von lockigem Haar angemeldet hat, möchte vermutlich keine E-Mails zum Thema Laufschuhe oder Gewichtsverlust erhalten. Deshalb ist die Segmentierung ihrer Mailingliste unverzichtbar. Nur wenn Sie genau wissen, wer Ihre Empfänger sind und was sie von Ihrer Firma erwarten, werden Sie erfolgreich sein.

Nutzen Sie die folgenden Tipps, um Werbe-Mails zu verfassen, die wirklich Wirkung zeigen.

Personalisieren Sie Ihre E-Mails

Wahrscheinlich denken Sie beim Thema E-Mail-Personalisierung zuerst daran, den Namen des Empfängers in die Betreffzeile oder die Begrüßung einzufügen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Inhalte zu personalisieren, aber ein guter Anfang ist es, Ihre Nachricht so relevant wie möglich für den Empfänger zu gestalten.

Hier ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie sind Marketingfachkraft bei einem Gastronomiebedarfsunternehmen, das Küchenutensilien, Kochgeschirr und weiteres Zubehör an Endverbraucher verkauft. Einige Ihrer Kunden sind absolute Anfänger, andere hingegen erfahrene Hobbyköche, die längst eigene Mandolinen oder Küchenmaschinen besitzen.

Du würdest einem der erfahrenen Hobbyköche keine E-Mail über die Auswahl ihres ersten Kochmessers schicken, genauso wie du einem Anfänger keine Tipps zum Umgang mit dem Bunsenbrenner für Crème brûlée senden würdest. Hochgradig relevante Inhalte zu liefern kann dir helfen, die Klickraten und Konversionsraten zu steigern – so werden deine E-Mail-Marketing-Kampagnen noch wirkungsvoller.

Kommuniziere klar

Wortspiele, Sprachwitz und Alliterationen können deine E-Mails interessanter machen, aber Klarheit sollte immer an erster Stelle stehen. Dein E-Mail-Text ist entscheidend für die Steuerung deiner E-Mail-Kampagnenleistung.

Stelle sicher, dass dein Versuch, clever zu sein, dein Publikum nicht verwirrt. Für eine noch erfolgreichere E-Mail-Marketing-Kampagne sollte der Hauptteil deiner E-Mail stets zur Betreffzeile passen. Empfänger werden sich wundern, wenn der Betreff Kokoseis erwähnt – im E-Mail-Inhalt aber plötzlich etwas über Pistazienplantagen steht.

Eine weitere Möglichkeit, klar zu kommunizieren, besteht darin, den Empfängern den Grund deiner E-Mail gleich zu Beginn mitzuteilen. Ein gutes Beispiel ist eine Zahnarztpraxis, die E-Mails verschickt, um Patienten an anstehende Kontroll- oder Nachsorgetermine zu erinnern.

Feature-Benefit-Schreibweise verwenden

Jeder erfahrene Marketer weiß, dass eine nutzenorientierte Schreibe Dreh- und Angelpunkt für wirkungsvolle Werbetexte ist. Für bessere Ergebnisse beim E-Mail-Marketing sollten deine Botschaften den Fokus auf Vorteile statt auf Produktmerkmale legen. Hier ein Beispiel:

Versetze dich in die Lage einer Marketing-Leitung eines Kosmetikunternehmens. Stell dir vor, dein Team arbeitet an einer E-Mail über eine neue Body-Butter. Es ist in Ordnung, einige wenige Merkmale wie die Größe des Glases oder bestimmte Inhaltsstoffe zu erwähnen. Im Mittelpunkt der Botschaft sollten aber die Vorteile stehen, welche die Nutzer durch den Kauf des Produkts erwarten dürfen. Vorteile sind die gewünschten Ergebnisse, die sich einstellen, wenn Kunden dein Produkt verwenden.

Hier einige Beispiele:

  • Enthält Vitamin E für glattere, geschmeidigere Haut
  • Reduziert Falten
  • Schützt die Haut vor Sonnenschäden
  • Reich an Antioxidantien, um vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen
  • Mindert das Erscheinungsbild von Dehnungsstreifen

Fasse deine Hauptpunkte zusammen

E-Mails sind nicht der Ort für einen 2.000 Wörter langen Artikel über die neuesten Technologietrends. Das heißt aber nicht, dass du keine Nachricht verschicken kannst, wenn es hilfreiche neue Inhalte gibt. Anstatt den Artikel komplett im E-Mail-Text unterzubringen, fasse die wichtigsten Punkte zusammen und biete einen Link zum vollständigen Artikel auf deiner Website an.

Beispielsweise kannst du bei Veröffentlichung eines umfangreichen Artikels zu den besten E-Commerce-Tools des Jahres in deiner E-Mail zwei oder drei davon anteasern und die Abonnenten per Link dazu einladen, auch die anderen Gewinner kennenzulernen.

Landingpage

E-Mails und Landingpages passen zueinander wie Erdnussbutter und Marmelade. Ist deine Landingpage nicht gut gestaltet und relevant, ist es egal, wie viel Mühe du in deine E-Mail gesteckt hast. Deine Konversionsrate wird darunter leiden, wenn den Landingpages nicht genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Eine Möglichkeit, Landingpages zu testen, ist, für jede E-Mail eine andere zu verwenden. Probiere verschiedene Platzierungen des CTA, Überschriften und Keywords aus und finde heraus, welcher Landingpage-Stil am effektivsten ist. Nach den Ergebnissen des ersten Tests solltest du weiterhin experimentieren und deine Strategie insgesamt optimieren.

CTA (Call to Action)

Beim Begriff Call to Action denkst du vermutlich an Aktionsverben wie klicken, anrufen oder abonnieren. Wenn du Lust hast zu experimentieren, probiere verschiedene CTAs in deinen E-Mails aus. Hier sind einige der gängigsten CTA-Typen im E-Mail-Marketing:

  • Veranstaltungsbewerbung: Verwende diesen CTA-Typ, wenn du ein virtuelles oder persönliches Event planst. „Jetzt anmelden” ist hier passend.
  • Soziale Teilhabe: Möchtest du, dass möglichst viele Menschen deine Inhalte lesen, ist das eine gute Wahl. Dieser Call to Action animiert Leser dazu, Inhalte beispielsweise auf Facebook, Twitter oder anderen sozialen Netzwerken zu teilen.
  • Abschluss eines Kaufs: Hier können sowohl kleine Unternehmen als auch große Konzerne ihren Umsatz steigern. CTAs wie „Jetzt kaufen” oder „In den Warenkorb” in Transaktionsmails motivieren die Leser, den Kauf abzuschließen.

Best Practices für die Zustellbarkeit von E-Mails

Ein Drittel der Marketer versendet wöchentlich eine E-Mail, während 26 % mehrmals monatlich Nachrichten verschicken. Doch bevor du einfach das tust, was alle anderen machen, solltest du dir kurz Gedanken darüber machen, was für dein Unternehmen und deine Abonnenten am sinnvollsten ist. Es gibt keinen universellen E-Mail-Marketing-Plan, der für jedes Unternehmen passt – nutze daher Analysetools für E-Mail-Marketing, um alle geplanten Maßnahmen zu testen und laufend zu optimieren.

Wenn Ihr Unternehmen neu im E-Mail-Marketing ist, sollten Sie zunächst einmal pro Woche eine Nachricht versenden, um erste Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, was bei Ihrer Zielgruppe ankommt. Mit zunehmender Übung beim Verfassen von Texten, bei der Bildauswahl und beim Einfügen von CTAs können Sie die Versandfrequenz pro Monat erhöhen, bis Sie Ihren Idealwert erreichen.

Zustellbarkeit ist eine weitere wichtige Überlegung. Zur Erinnerung: Dieser Begriff bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass eine E-Mail im Posteingang eines Abonnenten landet. E-Mail-Dienstleister (ESPs) bestrafen Versender oft mit niedrigen Interaktionsraten, daher sollten Sie Ihre Abonnenten nicht mit täglichen E-Mails überhäufen, wenn Sie nicht dauerhaft hohe Öffnungsraten erzielen. Hier sind einige zusätzliche Tipps, wie Sie die Zustellbarkeit verbessern können:

  • Verlangen Sie ein Double-Opt-in-Verfahren. Wie bereits erwähnt, sorgt dieses Verfahren dafür, dass die Personen auf Ihrer Liste wirklich von Ihnen hören möchten, was das Engagement erhöht.
  • Vermeiden Sie typische Spam-Phrasen in Ihren Betreffzeilen. „Jetzt klicken!“ und „Schnelles Geld!“ sind Beispiele für spam-verdächtige Formulierungen, die Spamfilter auslösen und Ihre E-Mails blockieren können. Auch die Nutzung von Großbuchstaben im gesamten Betreff kann dies bewirken.
  • Entfernen Sie inaktive Nutzer aus Ihrer Liste. Wenn Sie desinteressierte Abonnenten aussortieren, schaffen Sie Platz für Personen, die Ihre E-Mails wirklich öffnen und lesen wollen. Außerdem steigern Sie so ganz nebenbei Ihre Öffnungs- und Klickraten.
  • Vermeiden Sie den Kauf von E-Mail-Listen. Wenn Sie dies tun, landen Sie womöglich auf einer „Black List“ bei Ihrem E-Mail-Anbieter und können keine E-Mails mehr verschicken. Diese Vorgehensweise bringt Ihre E-Mails am schnellsten in den Spam-Ordner.

Profi-Tipp:

Wenn Ihre Strategie die Ansprache von potenziellen Kunden umfasst, die nicht eingewilligt haben, stellen Sie sicher, dass Sie Software für Cold E-Mail-Marketing statt eines klassischen ESP verwenden. Diese Tools sind speziell entwickelt, um die Zustellbarkeit zu schützen – mit Funktionen wie Domain-Warmup und strengerem Bounce-Management, damit Ihre Nachrichten nicht im Spam-Ordner verschwinden. Cold E-Mails können ein mächtiger Vertriebskanal sein, aber nur, wenn sie gezielt, rechtskonform und mit den richtigen Tools versendet werden.

E-Mail-Marketing-Kennzahlen und Testverfahren

Wenn Sie Ihre E-Mail-Marketing-Strategie weiterentwickeln, sollten Sie einige wichtige Kennzahlen im Auge behalten. Ohne ein Monitoring wissen Sie nicht, welche Änderungen wirken und welche Ihnen schaden. Sie sollten zumindest die folgenden Kennzahlen für diesen Marketingkanal verfolgen:

  • Klickrate (Click-through rate): Die CTR misst, wie viele Personen auf ein Bild, einen Button oder einen Link in Ihrer E-Mail geklickt haben, verglichen mit der Gesamtanzahl der zugestellten Mails. Wenn Sie z. B. 1.000 Nachrichten verschicken und 100 Personen auf Ihren Link klicken, beträgt Ihre CTR 10 %.
  • Öffnungsrate (Open rate): Dies ist der Anteil der Personen, die Ihre Nachricht öffnen, im Vergleich zur Zahl der Abonnenten auf Ihrer Liste.
  • Absprungrate (Bounce rate): Ihre Absprungrate zeigt, wie viele E-Mails im Verhältnis zu den verschickten Mails nicht zugestellt werden konnten. Gründe können technische Probleme oder Tippfehler in der Empfängeradresse sein.
  • Conversion-Rate: Ihre Conversion-Rate ist die Anzahl der Personen, die auf einen Link geklickt und eine gewünschte Aktion ausgeführt haben, verglichen mit der Zahl der ausgelieferten E-Mails.
  • Abmelderate (Unsubscribe rate): Diese Kennzahl misst den Prozentsatz der Empfänger, die sich nach einer erhaltenen E-Mail von Ihrer Liste abmelden. Eine steigende Abmelderate kann auf irrelevante Inhalte, ungünstiges Timing oder eine zu hohe Versandfrequenz hindeuten und sollte Anlass sein, Ihre Strategie zu überdenken.

A/B-Testen Ihrer E-Mail-Marketing-Kampagnen

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Selbst wenn Sie die besten E-Mail-Marketing-Tools einsetzen, gibt es immer noch Spielraum für Verbesserungen, wenn es um die Ansprache Ihrer Zielgruppe geht. Um Ihre Conversion-Rates zu maximieren, sollten Sie regelmäßig A/B-Tests durchführen und die entsprechenden Kennzahlen für E-Mail-Engagement auswerten, um die Performance verschiedener E-Mail-Elemente zu vergleichen.

Falls Ihr letzter A/B-Test schon etwas zurückliegt, hier eine kurze Auffrischung: Bei dieser Methode werden zwei Versionen derselben E-Mail verschickt, um anhand der Ergebnisse herauszufinden, welche besser funktioniert. Wichtig ist dabei, pro Variante jeweils nur ein Element zu verändern. Verändern Sie mehrere Elemente, lässt sich nicht mehr zuverlässig feststellen, welches davon sich auf Ihre Öffnungs- oder Klickraten ausgewirkt hat.

A/B-Tests bieten mehrere Vorteile:

  • Sie erfahren, woran Ihre Abonnenten am meisten interessiert sind.
  • Sie haben die Möglichkeit, unwirksame E-Mail-Marketing-Taktiken zu eliminieren und sparen so Ihrem Unternehmen Zeit und Geld.
  • Tests ermöglichen es Ihnen, effektivere Inhalte zu erstellen, das Engagement zu erhöhen und Vertrauen aufzubauen.
  • Sie können Änderungen vor der Umsetzung testen und so das Risiko eines Misserfolgs verringern.
  • A/B-Tests können dazu beitragen, die Konversionsraten zu erhöhen und so mehr Umsatz für Ihr Unternehmen zu generieren.
  • Es ist eine der kosteneffektivsten Methoden, um Daten über Ihre Zielgruppe zu sammeln.

So optimieren Sie Ihre E-Mail-Kampagne

Wenn wir ein passendes Motto für die Marketingbranche wählen müssten, wäre es "Immer optimieren". Wenn Sie etwas finden, das funktioniert, ist es verlockend, sich zurückzulehnen und immer wieder das Gleiche zu tun. Für eine gewisse Zeit mag das funktionieren, aber die Rahmenbedingungen in der Branche werden sich zwangsläufig ändern.

Vielleicht scheidet ein wichtiger Wettbewerber aus dem Markt aus, ein Forscher macht eine bahnbrechende Entdeckung oder ein neuer Trend im Social Media Marketing sorgt für Aufmerksamkeit. Die kontinuierliche Optimierung Ihrer E-Mail-Marketing-Bemühungen stellt sicher, dass Sie solche Veränderungen für sich nutzen können, anstatt den Anschluss zu verlieren. Verwenden Sie regelmäßig A/B-Tests, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht.

E-Mail-Marketing-Automatisierung

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Marketing-Automatisierung hat es deutlich einfacher gemacht, mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Anstatt alles manuell zu erledigen, können Sie moderne Tools nutzen, um Zeit zu sparen und Stress zu reduzieren. Viele Anbieter halten auch Tools zur E-Mail-Automatisierung bereit, die Ihnen helfen, Ihre Liste zu verwalten und erfolgreiche Kampagnen zu entwickeln.

Einer der größten Vorteile der E-Mail-Marketing-Automatisierung besteht darin, dass Sie eine Kampagne im Voraus planen und den Versand für jeden beliebigen Tag (oder jede Nacht) der Woche terminieren können. So haben Sie die Möglichkeit, mit verschiedenen Versandzeiten oder -tagen zu experimentieren – ganz ohne im Büro übernachten oder das Wochenende durcharbeiten zu müssen.

Der Einsatz von Automatisierungstools ist besonders für Ihre erste Willkommens-E-Mail wichtig. Sie können nie vorhersagen, wann sich ein neuer Abonnent für Ihre Liste anmeldet – das kann an einem Dienstag um 16 Uhr oder an einem Samstag um Mitternacht geschehen. Da Sie nicht rund um die Uhr im Büro sein können, stellt die Automatisierung sicher, dass neue Abonnenten Ihre E-Mail sofort erhalten.

Falls Sie noch keine Marketingplattform mit Funktionen für das E-Mail-Kampagnenmanagement haben, sind hier einige Optionen, die Sie in Betracht ziehen können:

  • Mailchimp
  • Constant Contact
  • Omnisend
  • AWeber

Lassen Sie Ihr E-Mail-Marketing effizienter arbeiten, nicht härter

Puh! Wir haben Ihnen soeben jede Menge umsetzbare Tipps präsentiert, mit denen Sie Best Practices im E-Mail-Marketing zum Vorteil Ihres Unternehmens nutzen können. Sie können auch andere Alternativen zum E-Mail-Marketing entdecken und alles in eine integrierte Marketingkampagne einfließen lassen.

Jetzt ist es Zeit, mit der Umsetzung zu beginnen. Fangen Sie klein an und arbeiten Sie sich schrittweise zu größeren Veränderungen vor.

Für noch mehr hilfreiche Tipps treten Sie der führenden Community für Führungskräfte im Marketing bei. Abonnieren Sie den The CMO-Newsletter, um Zugang zu wertvollen Inhalten zu erhalten, mit denen Sie Ihre Konversionsrate steigern und das Rätselraten im Marketing beenden können.