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Key Takeaways

Ansprache auf Käuferbedürfnisse abstimmen: Erstellen Sie detaillierte ICPs und Käuferprofile, um die richtigen Entscheidungsträger zu adressieren und Ihre Ansprache exakt auf deren Bedürfnisse abzustimmen.

Kaufprozess abbilden: Nutzen Sie Tools und Marketingautomatisierung, um den Kaufprozess zu visualisieren und organisatorische Veränderungen nachzuverfolgen. So bleiben Sie den Entscheidungsdynamiken immer einen Schritt voraus.

Personalisierung ist entscheidend: Personalisieren Sie Ihre Ansprache durch Analysen, Social Listening und durchdachte Ansätze wie B2B-Geschenke oder Thought Leadership, um sich hervorzuheben.

Wie erreichen Sie die richtigen B2B-Entscheidungsträger innerhalb der komplexen organisatorischen Hierarchien, die für die meisten B2B-Marketingteams typisch sind? Ohne einen strukturierten Ansatz fühlt es sich oft an, wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu suchen.

Entscheidungsträger haben die Befugnis, Käufe zu genehmigen, und sind damit essenziell für B2B-Marketingstrategien wie Account-Based Marketing (ABM). Ohne ein klares Verständnis darüber, wer das letzte Wort hat, laufen Sie Gefahr, Ihre Marketingstrategie an die falschen Personen auszurichten. 

In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen umsetzbare Strategien, um wichtige Entscheidungsträger zu identifizieren, gezielt anzusprechen und nachhaltige Beziehungen aufzubauen, die Ergebnisse bringen.

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Wer sind B2B-Entscheidungsträger?

B2B-Entscheidungsträger sind die leitenden Führungskräfte und Stakeholder, die für Kaufentscheidungen innerhalb eines Unternehmens verantwortlich sind. Dazu zählen häufig C-Level-Manager, Bereichsleiter, Abteilungsleiter und das mittlere Management – je nach Umfang und Bedeutung der Entscheidung. 

Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Entscheidungsprozessen

Der Entscheidungsprozess im B2B unterscheidet sich hinsichtlich Komplexität und Umfang deutlich vom B2C-Geschäft. Im B2B gilt:

  • Der Verkaufszyklus ist länger: Käufe durchlaufen typischerweise längere Verkaufszyklen mit Recherchen, Angeboten und Freigaben.
  • Es gibt mehrere Stakeholder: Im Durchschnitt sind 13 Personen an B2B-Kaufentscheidungen beteiligt, darunter Endnutzer, Finanzverantwortliche und andere Einflussnehmende. (Forrester, 2024).
  • Der Fokus liegt auf dem ROI: Entscheidungen richten sich auf langfristigen Mehrwert, Kosteneffizienz und den Nutzen für das Unternehmen aus.

Im B2C treffen Käufer ihre Entscheidungen oft schneller und impulsiver. Dabei entscheiden sie meist allein, ohne ein Einkaufs-Gremium einzubeziehen. Im Gegensatz dazu finden 69 % des B2B-Kaufprozesses statt, bevor geschäftliche Entscheidungsträger Kontakt zum Vertriebsteam aufnehmen (6sense, 2024).

Die wichtigsten Personas im B2B-Entscheidungsprozess

Um die richtigen Personen innerhalb eines Unternehmens zu finden, kommt es auf eine gezielte Kundensegmentierung an. Zur Unterstützung dieses Prozesses werden B2B-Entscheidungsträger oft in fünf unterschiedliche Personas eingeteilt. 

Diese Personas stimmen mit der jeweiligen Rolle im Kaufprozess überein, da jedes Mitglied eines Einkaufsgremiums die finale Entscheidung auf unterschiedliche Weise beeinflusst. 

Zu den wichtigsten Personas im B2B-Entscheidungsprozess gehören:

  • Initiator: Die Person, die den Bedarf erkennt und den Prozess anstößt.
  • Influencer: Jemand, der durch Einsichten, Empfehlungen oder Expertise Entscheidungen beeinflusst.
  • Buyer: Die Person, die für Budgetverwaltung und Kaufgenehmigungen verantwortlich ist.
  • User: Die Endanwender, die das Produkt oder die Dienstleistung tatsächlich nutzen.
  • Gatekeeper: Die Rolle, die den Zugang zu Entscheidungsträgern kontrolliert, oft administratives bzw. operatives Personal.

Die Prioritäten und Schmerzpunkte jeder Persona zu verstehen, ist für gezielte Ansprache unerlässlich. So können beispielsweise detaillierte Fallstudien mit ROI-Prognosen einen Buyer überzeugen, während das Herausstellen von Benutzerfreundlichkeit für einen Endanwender entscheidender sein kann. 

Wie identifizieren Sie Entscheidungsträger in Zielunternehmen?

Entscheidungsträger in Zielunternehmen – ob groß oder klein – zu finden, ist ohne strukturiertes Vorgehen schwierig. Mit Hilfe von Marketingautomatisierung, Vertriebsintelligenz-Tools und den folgenden Tipps sind Sie jedoch auf dem besten Weg, die wichtigsten Stakeholder zu erreichen. 

1. Recherche von Entscheidungsträgern über LinkedIn, Social Media und Branchenpublikationen

Millennials und die Generation Z machen inzwischen 64 % der Business-Käufer aus – Social-Media-Plattformen sind daher ein wichtiger Kanal, um B2B-Entscheidungsträger zu recherchieren. (Forrester, 2023).

Als geschäftsorientiertes soziales Netzwerk ist LinkedIn Ihre erste Anlaufstelle. Mit LinkedIn Sales Navigator können Sie nach Jobtiteln, Abteilungen und Führungsebene innerhalb Ihrer Zielunternehmen filtern und gelangen so direkt zu den Profilen der Schlüsselpersonen. 

Anschlussstationen sind Unternehmenswebsites, Fachmedien oder Pressemitteilungen. Diese Quellen geben häufig Aufschluss über relevante Persönlichkeiten bei wichtigen Entscheidungen wie etwa Fusionen oder Produkteinführungen. Nutzen Sie diese Informationen für die Organisationsanalyse und zur Identifikation der richtigen Ansprechpartner.

Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Vergleichen Sie LinkedIn-Profile mit den Unternehmenswebseiten, um Rollen und Zuständigkeiten zu bestätigen, bevor Sie Kontakt aufnehmen.

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2. Qualifizierende Fragen stellen, um Entscheidungsträger zu identifizieren

Die richtigen Fragen zu stellen, ist entscheidend, um Entscheidungsträger zu erkennen und mehr über deren Bedürfnisse sowie die Organisationsstruktur zu erfahren. Werden Sie selbst zum 007 und sammeln Sie gezielt Informationen über Ihre nächste Zielperson, achten Sie dabei jedoch auf die Formulierung Ihrer Fragen, um niemanden abzuschrecken. 

Arbeiten Sie intern mit Ihrem Sales-Team zusammen, um bestehende Kontakte ausfindig zu machen, die wertvolle Einblicke liefern können. In der externen Erstansprache stellen Sie qualifizierende Fragen wie:

  • „Wie werden Entscheidungen im Bereich [spezifischer Bereich] typischerweise in Ihrem Unternehmen getroffen?“
  • „Gibt es weitere Teams oder Abteilungen, die [Produkt] nutzen werden? Sollten diese in den Auswahlprozess eingebunden werden?“
  • „Mir ist aufgefallen, dass die Person für [X Verantwortung] häufig bei solchen Entscheidungen mitreden möchte. Sollen wir sie in dieses Gespräch mit einbeziehen?“
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Beschränken Sie sich auf Fragen, die mit „Wie“, „Was“ oder „Wo“ beginnen, anstatt direkt zu fragen, „Wer trifft hier eigentlich die Entscheidung?“ Solche Fragen helfen Ihnen, die Hierarchien im Unternehmen zu verstehen und zeigen echtes Interesse, deren Herausforderungen zu lösen.

3. Erstellen Sie eine Kontaktliste wichtiger Rollen in Zielunternehmen

Eine strukturierte Kontaktliste dient als Ihr Leitfaden für die Ansprache und hilft, die einflussreichsten Ansprechpartner innerhalb einer Organisation im Überblick zu behalten. Vermerken Sie wesentliche Kontaktdaten wie Namen, Telefonnummern, Positionen, Abteilungen und Einflussgrad.

Wenn Sie nach einem ABM-Framework vorgehen, ist der Aufbau einer Kontaktliste eng mit der Erstellung der Zielkundenliste verknüpft. Arbeiten Sie mit einem Top-down-Ansatz: Identifizieren Sie zunächst die wichtigsten Zielkunden und kartieren Sie dann die Entscheidungsträger in diesen Unternehmen.

Analysieren Sie die Daten in Ihrem CRM, um Muster bei früheren oder aktuellen Kunden zu erkennen. Schauen Sie, wem Sie Ihre Lösung vorgestellt haben und wer in ähnlichen Firmen die Entscheidungen getroffen hat – das hilft dabei, die richtigen Entscheidungsträger für Ihre Kontaktliste ausfindig zu machen. 

Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Segmentieren Sie Ihre Kontaktliste für gezieltere Ansprache und Personalisierung, indem Sie die Kontakte nach ihrer Rolle im Kaufprozess gruppieren (Initiator, Beeinflusser, Gatekeeper etc.)

4. Nutzen Sie Tools und Software zur Identifikation von Entscheidungsträgern

In manchen Fällen bieten LinkedIn und andere Plattformen nicht genügend Informationen über die gesuchten Personen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche weitere Tools, die Sie ergänzend zu LinkedIn Sales Navigator einsetzen können, um Entscheidungsträger zu identifizieren und deren Kontaktdaten zu recherchieren. 

Beispiele für derartige Tools sind:

  • Lead Forensics: Setzt Reverse-IP-Lookup ein, um Unternehmen zu identifizieren, die Ihre Website besuchen, sowie deren Hauptkontakte – auch wenn diese kein Formular ausgefüllt haben.
  • Hunter und Voila Norbert: Verwenden fortschrittliche Algorithmen, um E-Mail-Adressen anhand von Name und Domain zu suchen und zu verifizieren.
  • ZoomInfo: Bietet Zugriff auf eine KI-gestützte Datenbank mit Unternehmens- und Kontaktdaten, um Entscheidungsträger in verschiedenen Abteilungen zu identifizieren. 
  • Breeze Intelligence: Nutzt KI und Datenanreicherung, um Ihr CRM in Echtzeit zu aktualisieren und sicherzustellen, dass Ihre Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. Dieses Tool hieß früher Clearbit.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Nutzen Sie diese Tools gemeinsam, um Kontaktdaten zu zentralisieren, die Ansprache zu dokumentieren und die Personalisierung zu verbessern.

5. Identifizieren und gewinnen Sie interne Fürsprecher

Unternehmensinterne Fürsprecher oder Champions können eine entscheidende Rolle dabei spielen, Entscheidungsträger zu beeinflussen. Diese Personen haben zwar meist nicht das letzte Wort, genießen aber das Vertrauen im Unternehmen und können Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung intern weiterempfehlen.

So finden Sie Ihre Champions:

  • Suchen Sie nach Mitarbeitenden, die mit Ihren Inhalten auf LinkedIn oder anderen Plattformen interagiert haben.
  • Identifizieren Sie Nutzer Ihres Produkts in Pilotprogrammen oder kostenlosen Testphasen.
  • Sprechen Sie Teamleiter oder Manager an, die direkt von Ihrer Lösung profitieren.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Gewinnen Sie Champions, indem Sie gezielt auf deren spezifische Schmerzpunkte eingehen und ihnen Werkzeuge oder Daten an die Hand geben, die sie an Entscheidungsträger weitergeben können. Vertrauen zu diesen Fürsprechern aufzubauen kann den Verkaufsprozess deutlich beschleunigen.

So erreichen und überzeugen Sie B2B-Entscheider

Um B2B-Entscheider effektiv zu erreichen und einzubinden, ist ein durchdachtes Vorgehen gefragt, das Strategie, Personalisierung und ein klares Wertversprechen verbindet. Befolgen Sie diese Schritte, um starke Beziehungen zu den wichtigsten Stakeholdern aufzubauen und Ergebnisse zu erzielen.

1. Erstellen Sie ein ideales Kundenprofil (ICP)

Wenn Sie Ihre besten Kunden klonen könnten: Welche Eigenschaften, Probleme und Motivationen würden sie gemeinsam haben? Das ist der Kern eines idealen Kundenprofils (ICP), das die demografischen Merkmale, Firmendaten und Verhaltensweisen der Unternehmen beschreibt, die am meisten von Ihrer Lösung profitieren.

Um Ihr ICP zu entwickeln, analysieren Sie bestehende Kunden nach Mustern und befragen Sie Ihre Top-Kunden, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Erfassen Sie dabei Details wie: 

  • Unternehmensgröße, Branche und Umsatz.
  • Typische Schmerzpunkte, die Ihr Produkt löst.
  • Zentrale Motivationen wie Kosteneinsparungen oder Umsatzsteigerung.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Ein ICP ist eine verfeinerte Form der Kundensegmentierung, die sich auf die Identifizierung Ihrer wertvollsten Kundentypen konzentriert. Nutzen Sie es, um Ihre Ansprache auszurichten und sicherzustellen, dass Ihre Bemühungen bei den richtigen Entscheidungsträgern ankommen.

2. Erstellen Sie Käufer-Personas zur Identifikation von Entscheider-Rollen

Käufer-Personas gehen einen Schritt weiter und konzentrieren sich auf die Personen hinter den Unternehmen Ihres ICP. Hier halten Sie die Ziele und Herausforderungen der einzelnen Entscheider fest, darunter:

  • Rollen und Verantwortlichkeiten.
  • Zugehörigkeit oder Laufzeit im Unternehmen.
  • Art des B2B-Entscheiders (Beeinflusser, Käufer, Endnutzer etc.)
  • Zentrale Schmerzpunkte, Interessen und Ziele.

Um Ihre Buyer Personas zu entwickeln, starten Sie mit Interviews Ihrer Kunden, um deren Entscheidungsprozesse zu verstehen. Tauschen Sie sich mit dem Vertriebsteam aus, um typische Stakeholder-Profile zu ermitteln, denen sie beim Erstkontakt begegnen. 

Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Stimmen Sie diese Personas mit Ihrem Wertversprechen ab, um individuell zugeschnittene Botschaften zu erstellen, die auf die Interessen und Bedürfnisse von Entscheidern einzahlen.

3. Entscheider-Rollen und Beschaffungsprozess abbilden

Als nächstes gilt es, den eigentlichen Kaufprozess zu skizzieren, um die richtigen Stakeholder zum passenden Zeitpunkt einzubinden. Jeder Stakeholder bringt eigene Prioritäten, Herausforderungen und Entscheidungsbefugnisse mit. Es ist entscheidend, Ihre Ansprache genau auf deren spezifische Anforderungen auszurichten.

Erinnern Sie sich an die fünf Typen von Entscheidern wie Initiator, Käufer oder Gatekeeper? Ordnen Sie diese Rollen den konkreten Mitgliedern des Einkaufs-Komitees in Ihrer Zielgruppe zu. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Bewerten Sie die Komplexität des Kaufs, zum Beispiel hinsichtlich Kosten, strategischer Bedeutung oder des möglichen ROI. 
  • Nutzen Sie Erkenntnisse aus Ihrem ICP und den Buyer Personas, um Schlüsselfiguren zu identifizieren und vorherzusagen, wie sie im Einkaufsprozess zusammenwirken.
  • Analysieren Sie Daten aus Ihrem CRM, um wichtige Kundeninteraktionen und Kaufmeilensteine nachzuverfolgen, wie Budgetfreigaben, Anbietervergleiche oder Vertragsverhandlungen.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Arbeiten Sie eng mit Ihrem Vertriebsteam zusammen, um Einblicke in vergangene Geschäftsabschlüsse zu gewinnen. So können Sie die Buyer Journey besser abbilden und aufzeigen, welche Stakeholder in den einzelnen Phasen involviert sind.

4. Bestimmen Sie den strategischen Wert Ihres Produkts und die Ebene der Stakeholder

Nicht alle Anschaffungen sind gleich bedeutsam. Es ist wichtig zu beurteilen, wie Ihr Produkt in die Strategie Ihres Zielunternehmens passt und welche Stakeholder die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen.

Wenn Sie beispielsweise hochwertige Produkte oder Dienstleistungen wie Software oder spezialisierte Maschinen verkaufen, benötigen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zustimmung mehrerer leitender Entscheider, etwa aus der Geschäftsleitung. Dagegen werden kostengünstige, operative Produkte wie Bürobedarf meist von Einkaufsleitern oder Büroverwaltern entschieden, ohne dass Führungskräfte auf höherer Ebene eingebunden werden müssen.

So bestimmen Sie den strategischen Wert Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung:

  • Definieren Sie, ob Ihr Produkt eine zentrale Herausforderung oder einen operativen Bedarf adressiert.
  • Ermitteln Sie, welche Abteilungen am meisten von Ihrer Lösung profitieren.
  • Richten Sie Ihre Ansprache auf die strategischen Prioritäten des Unternehmens aus.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Passen Sie Ihre Ansprache an den Wert Ihres Produkts an: Betonen Sie für hochwertige Lösungen ROI und langfristigen Nutzen, bei günstigeren, operativen Produkten den Bedienkomfort.

5. Verwenden Sie relevante Botschaften und Personalisierung

Generische Ansprache reicht nicht aus, um die Aufmerksamkeit von B2B-Käufern zu gewinnen. Ihre Botschaften müssen auf die spezifischen Herausforderungen und Ziele der Zielentscheider eingehen und gleichzeitig den strategischen Wert Ihres Produkts widerspiegeln.

Um sich abzuheben, müssen Sie verstehen, was sie bewegt, welche Sprache sie sprechen und welche B2B-Marketingkanäle sie am häufigsten nutzen. So finden Sie diese Informationen und personalisieren Ihre Ansprache effektiv: 

  • Nutzen Sie Social Listening Tools wie Sprout Social, um Online-Diskussionen zu verfolgen, die Herausforderungen der Entscheider zu verstehen und deren typische Sprache zu erkennen.
  • Setzen Sie Analyse-Tools wie Google Analytics ein, um zu verfolgen, wie Entscheider mit Ihrer Website, E-Mails oder Social Media interagieren, und finden Sie heraus, welche Inhalte besonders gut ankommen und Leads generieren.
  • Verwenden Sie Marketing-Automatisierungstools wie HubSpot, um Zielgruppen zu segmentieren, maßgeschneiderte Nachrichten zu versenden und Follow-ups auf Basis von Engagementdaten zu automatisieren.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Kombinieren Sie diese Tools, um eine einheitliche, datenbasierte Personalisierungsstrategie zu entwickeln.

6. Setzen Sie auf Thought Leadership und beratenden Vertrieb

Um starke B2B-Partnerschaften aufzubauen, muss sich Ihr Unternehmen als Branchenautorität positionieren. Entscheider arbeiten eher mit Unternehmen zusammen, die Fachkompetenz beweisen und echten Mehrwert über das Produkt hinaus bieten.

Dies gelingt durch die Weitergabe von Einblicken, Branchentrends und umsetzbaren Tipps – Ihr Unternehmen wird zum Anlaufpunkt in Ihrem Fachgebiet. So integrieren Sie Thought Leadership in Ihre B2B-Content-Strategie:

  • Veröffentlichen Sie Whitepaper, Fallstudien und Branchenberichte, die auf aktuelle Herausforderungen Ihrer Zielgruppe eingehen.
  • Veranstalten Sie Webinare und Diskussionsrunden, um Ihr Know-how zu teilen, Branchenexpert:innen einzubinden und direkt mit Entscheider:innen zu interagieren.
  • Treten Sie auf Social Media mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt: Teilen Sie Fachartikel, posten Sie Insights und mischen Sie sich auf LinkedIn oder anderen Plattformen in Diskussionen ein. 
Michelle Leighton

Profi-Tipp

Ermutigen Sie Führungskräfte in Ihrem Unternehmen, auf ihren persönlichen Profilen wertvolle Inhalte zu teilen. So vergrößern Sie Ihre Reichweite durch authentische, individuelle Stimmen anstelle von rein traditionellem Marken-Content.

Häufige Herausforderungen bei der Identifizierung von B2B-Entscheidungsträgern meistern

Mit sich ständig verändernden Organisationshierarchien und Gatekeepern, die zwischen Ihnen und den wichtigsten Ansprechpartnern stehen, kann sich das Gewinnen von B2B-Entscheidungsträgern wie ein Hindernisparcours anfühlen. Schauen wir uns strategische Wege an, diese Herausforderungen zu vermeiden und zu überwinden.

Berufsbezeichnungen können oft irreführend sein. Die Person, die in einem Unternehmen als „Manager“ gelistet ist, kann dort ein wesentlicher Entscheidungsträger sein, während sie in einem anderen lediglich Aufgaben ausführt. Verlassen Sie sich ausschließlich auf Jobtitel, kann das zum falschen Kontakt führen – und damit zu vergeudeter Zeit und verpasster Ansprache. 

So vermeiden Sie das:

  • Nutzen Sie Kontextinformationen aus LinkedIn-Profilen oder Unternehmensbiografien, wie konkrete Aufgaben oder Erfolge, um die tatsächlichen Influencer zu identifizieren.
  • Schauen Sie sich Teamstrukturen auf Unternehmenswebsites oder in Pressemitteilungen an, um Berichtswege und Entscheidungsprozesse zu verstehen.
  • Setzen Sie Tools wie ZoomInfo oder LinkedIn Sales Navigator ein, um Jobtitel mit den tatsächlichen Rollen und Verantwortlichkeiten abzugleichen.

Bedenken Sie: Der strategische Wert Ihres Produkts und die Komplexität der Kaufentscheidung spielen eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des richtigen Kontakts. In größeren Unternehmen mit hochpreisigen Käufen ist ein „Manager“ eher selten der Entscheider, während er in kleineren Firmen oft großen Einfluss hat.

Schauen Sie über Titel hinaus, indem Sie Verantwortlichkeiten, Teamstrukturen und Berichtswege analysieren, um die wirklichen Entscheidungsträger zu ermitteln.

2. Effektiver Umgang mit Gatekeepern

Gatekeeper – wie Assistenten der Geschäftsleitung oder Verwaltungspersonal – kontrollieren den Zugang zu Entscheidungsträgern und können Ihre Ansprache unterstützen oder blockieren. Diese Personen sind jedoch keine Gegner; ein gutes Verhältnis zu Gatekeepern ist entscheidend, um Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern zu erhalten. 

So bauen Sie Vertrauen auf und gewinnen Gatekeeper für sich: 

  • Respektieren Sie ihre Rolle und betrachten Sie sie als Verbündete statt als Hürde. Seien Sie höflich, professionell und transparent bezüglich Ihrer Kontaktaufnahme.
  • Nutzen Sie gemeinsame Kontakte, zum Beispiel indem Sie einen anderen Namen aus dem Unternehmen nennen, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufzubauen.
  • Helfen Sie Gatekeepern bei ihren eigenen Zielen und bieten Sie, wo möglich, einen Mehrwert. Erklären Sie, wie Ihre Lösung auch ihnen nützen kann, und zeigen Sie Interesse an ihren Anliegen.

Mit der richtigen Herangehensweise werden Gatekeeper vom Hindernis zur Brücke. Ein gutes Verhältnis und Respekt können sie zu wichtigen Verbündeten machen, die Sie mit den richtigen Entscheidungsträgern verbinden.

3. Veränderungen in der Organisation und neue Entscheidungsträger nachverfolgen

In den meisten Organisationen ändern sich Rollen und Verantwortlichkeiten regelmäßig – durch Beförderungen, Neueinstellungen oder Umstrukturierungen. Um die richtigen Personen zur richtigen Zeit anzusprechen, ist es nötig, diese Veränderungen zu verfolgen.

So bleiben Sie auf dem Laufenden:

  • Richten Sie Google Alerts für Zielunternehmen ein, um über Beförderungen und Führungswechsel informiert zu bleiben.
  • Nutzen Sie LinkedIn Sales Navigator, um Aktualisierungen von Profilen zu verfolgen, z. B. neue Verantwortlichkeiten, Jobtitel oder neue Kontakte innerhalb der Organisation.
  • Integrieren Sie ein CRM-System, um Änderungen von Kontaktdaten oder Rollen zu erkennen und diese Updates zwischen Vertriebs- und Marketingabteilungen zu synchronisieren.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf Data Enrichment Tools wie Clearbit oder Cognism, die Informationen zu Zielkonten in Echtzeit aktualisieren. So erreichen Sie Entscheidungsträger direkt nach Übernahme einer neuen Funktion – ein Zeitpunkt, an dem sie oft offen für neue Ideen und Lösungen sind.

4. Ihre Ansprache auf die Präferenzen der Entscheidungsträger abstimmen

Nicht alle Entscheidungsträger kommunizieren auf dieselbe Weise. Ihre Vorlieben hängen oft von Rolle, Persönlichkeit oder sogar von der Generation ab. Wenn Sie Ihre Ansprache anpassen, können Sie die Interaktion deutlich verbessern.

Tipps für eine individuell abgestimmte Ansprache:

  • Passen Sie Ihren bevorzugten Kommunikationsstil und die Kanäle an. Ältere Generationen bevorzugen zum Beispiel die Kommunikation per E-Mail und Telefonanruf, im Gegensatz zu Videokonferenzen und Direktnachrichten über soziale Medien.
  • Nutzen Sie Analyse-Tools, um Engagement-Kennzahlen zu verfolgen und herauszufinden, welche Kanäle und Nachrichtenstile bei Ihrer Zielgruppe am besten ankommen.
  • Versenden Sie personalisierte, durchdachte Geschenke oder schaffen Sie einzigartige Erlebnisse, um Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu stärken.
Michelle Leighton

Profi-Tipp:

Beziehen Sie sich in Ihrer Ansprache auf gemeinsame Interessen, aktuelle Unternehmenserfolge oder Branchentrends, um Ihre Kontaktaufnahme relevanter und persönlicher zu gestalten.

Die richtigen Entscheidungsträger erreichen Sie nur mit der richtigen Strategie

Die Identifizierung und Ansprache von B2B-Entscheidungsträgern kann herausfordernd sein, aber mit den richtigen Strategien, Tools und Einblicken wird daraus ein überschaubarer und lohnender Prozess. 

Denken Sie daran: Erfolg im B2B-Vertrieb und -Marketing bedeutet nicht nur, Entscheidungsträger zu finden. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, Mehrwert zu bieten und Ihr Unternehmen als unverzichtbaren Partner zu positionieren – dafür braucht es:

  • Detaillierte ICPs und Käufer-Personas, die die Bedürfnisse, Präferenzen und Ziele der Zielentscheider hervorheben.
  • Ein robustes Technologie-Stack, inklusive Marketing-Automatisierung, Analyse-Tools und CRM, um Kundendaten in Echtzeit zu erfassen, auszuwerten und zu verwalten.
  • Individuell angepasste Botschaften, die direkt auf die Prioritäten und Herausforderungen der Entscheidungsträger eingehen und Erkenntnisse aus Analysen und Social Listening nutzen.
  • Ein durchdachtes Vorgehen beim Beziehungsaufbau, inklusive Einsatz von Thought Leadership, persönlicher Ansprache und effektiven Engagement-Strategien wie B2B-Geschenken.

Mit einem durchdachten, datengestützten Ansatz können Sie die Herausforderungen bei der Identifizierung von Entscheidungsträgern meistern und stärkere, wirkungsvollere B2B-Partnerschaften aufbauen.

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