Marketingtrends verändern sich ständig und es ist sehr wichtig, relevant zu bleiben. Was sind die neuesten Trends und wie bleibt man am Ball? Ist es besser, ein Early Adopter zu sein oder abzuwarten, welche Trends sich durchsetzen? Um diese Fragen zu beantworten, bitten wir erfahrene CMOs und Marketing-Führungskräfte, ihre „Top 5 Marketingtrends, die Führungskräfte kennen müssen“, mit uns zu teilen. Im Rahmen dieser Serie hatte ich das Vergnügen, David Ciccarelli zu interviewen.
Vielen Dank, dass Sie das mit uns machen! Können Sie uns zu Beginn etwas darüber erzählen, wie Sie zu diesem speziellen Berufsweg gekommen sind?
Vor zwanzig Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass ich einmal die Leitung eines globalen Unternehmens übernehmen würde. Mein beruflicher Weg begann, als ich die Ausbildung zum Tontechniker am Ontario Institute Of Audio Recording Technology in London, Ontario, abgeschlossen habe. Nach meinem Abschluss eröffnete ich mein eigenes Tonstudio.
Wie es der Zufall wollte, wurde mein Studio in einer lokalen Zeitung vorgestellt. Diese Berichterstattung war in dieser Zeit ein Auslöser für einiges in meinem Leben. Durch diesen Artikel lernte ich meine Frau Stephanie kennen. Stephanie war ausgebildete Sängerin und nachdem sie den Zeitungsbericht gesehen hatte, schlug ihre Mutter vor, sie solle ihr Repertoire in meinem Studio aufnehmen. Wir lernten uns kennen, nach ihrer Demo-Aufnahme begannen wir uns zu daten.
Dieser Artikel zog zudem die Aufmerksamkeit von Unternehmen auf sich, die nach Tondienstleistungen suchten. Es waren nur ein paar lokale Firmen, die einen Ton für einen Werbespot oder eine Ansage für das Telefonsystem benötigten. Ich fragte Stephanie, ob sie bereit wäre, die Sprachaufnahmen zu übernehmen, während ich mich um Aufnahme und Produktion kümmerte. Wir waren ein sehr gutes Team und schon bald hatten wir erste Erfolge mit Unternehmen in der Region.
Dann dachten wir: Warum unsere Dienstleistungen nicht online bewerben? Wir haben uns das Programmieren mit Materialien aus der Bibliothek selbst beigebracht und unsere Website eingerichtet. Schon bald erhielten wir eine Flut von Anfragen von Sprechern, die auf unserer Website gelistet werden wollten. Nachdem wir dann einige Sprecher aufgenommen hatten, kamen Anfragen von Werbeagenturen und Kreativproduzenten, die Sprachaufnahmen brauchten.
In dieser Zeit wurde uns die Idee für das, was Voices heute ist, vollkommen klar. Wir erkannten das Potenzial, einen Marktplatz zu schaffen, auf dem Unternehmen und Talente in einer noch nicht digitalisierten Branche zusammenfinden.
Stephanie und ich entfernten uns von der klassischen Studioarbeit und entwickelten einen Voice-over-Marktplatz mit dem Ziel, durch die menschliche Stimme positive Wirkung zu erzielen. Von da an begannen wir, Kunden direkt mit professionellen und angehenden Sprechern zu vernetzen. Heute, mehr als 15 Jahre später, ist Voices der führende Voice-over-Marktplatz und einige spannende Entwicklungen stehen bevor.
Es heißt, unsere Fehler können unsere größten Lehrmeister sein. Können Sie einen Fehler teilen, den Sie zu Beginn Ihrer Karriere gemacht haben?
Vor Jahren, als wir gerade anfingen, wussten wir, dass wir im Marketing aktiv werden mussten, um bei potenziellen Kunden in New York und Los Angeles auf das Radar zu kommen.
Wir entschieden uns, eine Direktmailing-Kampagne zu starten. Mit Unterstützung einer Marketingagentur starteten wir eine sechswöchige Aktion, bei der wir Jumbo-Postkarten an Marketingexperten in NY und LA verschickten. Wir waren der Meinung: Falls diese noch nicht online nach Sprechern suchten, mussten wir sie dort erreichen, wo sie tatsächlich waren – in ihren Büros, bei der Arbeit.
Der Verteiler der Agentur umfasste etwa 30.000 Personen. Um potenzielle Kunden zur Anmeldung auf unserer Website zu motivieren, gab es als Anreiz im Rahmen der Kampagne die Verlosung eines iPod Nano. Von den 30.000 Empfängern der Postkarten meldeten sich zwei – nur zwei – Personen für das Gewinnspiel an. Das war extrem ernüchternd und enttäuschend, im Rückblick inzwischen aber auch amüsant.
Es war damals schmerzhaft, aber eine wertvolle Lektion für uns. Später erkannten wir unseren Fehler: Das Ganze nennt sich „Channel Switching“ – wenn ein Kunde über einen Marketingkanal angesprochen, die gewünschte Handlung aber über einen anderen Kanal erfolgen soll. Wir hatten die Erstansprache mit Postkarten gemacht, erwarteten dann aber, dass die Empfänger am Rechner eine lange URL eingeben, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Das war offensichtlich keine gute Strategie, und das zeigte sich dann auch im Ergebnis.
Der Silberstreif an dem, was man vielleicht als gescheiterte Kampagne bezeichnen könnte, war die Kunst, die für die Postkarten geschaffen wurde. Wir nutzten diese Illustrationen, um unsere visuelle Marke damals weiterzuentwickeln und führten die sympathischen Figuren aus der Kampagne, Voice Girl und Ad Man, an verschiedenen Stellen auf unserer Website für unsere Kunden ein. Für eine lange Zeit dachten unsere Kinder tatsächlich, dass Voice Girl die Mama und Ad Man der Papa wäre.
Keiner von uns kann Erfolg ganz ohne Hilfe auf seinem Weg erreichen. Gibt es eine bestimmte Person, der Sie besonders dankbar sind?
Die erste Person, die mir in den Sinn kommt, ist meine Frau und Mitgründerin Stephanie. Unsere Fähigkeiten sind unterschiedlich, ergänzen sich aber sehr gut, und sie sowohl an meiner Seite als Geschäftspartnerin als auch als Ehefrau zu haben, hat eine große Rolle dabei gespielt, Voices dorthin zu bringen, wo wir heute stehen.
Ich denke außerdem, wir beide haben auch unseren Eltern für ihre Unterstützung zu danken. Sie haben uns immer ein offenes Ohr geschenkt, wann immer wir über etwas reden mussten. Sie waren unser Resonanzboden bei vielen wichtigen Entscheidungen und verrückten Ideen, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben. Ich weiß, dass sie immer da sind, um uns so gut sie können zu unterstützen, und das weiß ich sehr zu schätzen.
Können Sie einen Wendepunkt in Ihrer Karriere benennen, ab dem Sie begonnen haben, Erfolg zu sehen? Haben Sie etwas verändert?
Als wir anfingen, hießen wir InteractiveVoices. Der Name war in Ordnung und erfüllte am Anfang seinen Zweck. Allerdings wurde er oft falsch erinnert. Manchmal wurden wir als „voices interactive“ oder „interactive voices.com“ bezeichnet. Außerdem ließ der Name vermuten, dass wir ausschließlich Stimmen für interaktive Medien vermitteln, was nicht zutraf – unsere Sprecherinnen und Sprecher konnten viel mehr. Nach einigen Jahren im Geschäft beschlossen wir daher, dass es Zeit für ein Rebranding war.
Wir verbrachten Stunden damit, neue, eingängige Namen wie Vox und Voxio zu brainstormen, die unsere Marke treffend repräsentieren könnten, aber alle Namen, die wir favorisierten, waren bereits vergeben. Schließlich stellten wir fest, dass der beste Name für uns einfach eine Verkürzung des bisherigen Namens wäre: Wir würden unseren Namen halbieren und zu Voices.com werden. Eine großartige Idee! Leider war die Domain Voices.com bereits vergeben.
Unser Anwalt nahm Kontakt zum Domaininhaber auf, um zu sehen, ob er verkaufen würde. Der Anbieter nannte einen Preis von $50.000 – viel mehr, als wir verfügbar hatten. Aber wir waren entschlossen, Voices zu werden, also nahm ich mir vor, mit jedem Finanzinstitut in London Gespräche zu führen, um Geld für unseren neuen Namen zu beschaffen. Leider konnte ich auf diesem Wege keine Finanzierung auftreiben.
Glücklicherweise hatte unser Anwalt die großartige Idee, auf $30.000 herunterzuhandeln, die wir in vierteljährlichen Raten zu je $5.000 in den nächsten sechs Quartalen abbezahlen würden. Das war für uns deutlich machbarer, und der Verkäufer akzeptierte das Angebot! So konnten wir mit einer kleinen Anfangsinvestition von $5.000 im Jahr 2006 als Voices.com neu starten.
Das Rebranding markierte den Beginn einer neuen Ära. Unser Website-Traffic hat sich praktisch über Nacht verdoppelt, und große Unternehmen begannen, uns ernst zu nehmen. Dabei lernten wir auch eine sehr wertvolle Lektion: Niemals einfach eine Absage akzeptieren. Der Prozess, unseren Wunsch-Namen zu bekommen, war aufwändiger als erwartet, aber Zeit und Investition haben sich ausgezahlt. Manchmal muss man einfach fragen – denn wer nicht fragt, der nicht gewinnt.
Was macht Ihr Unternehmen Ihrer Meinung nach besonders?
Tatsächlich ist unsere Community an Talenten das Rückgrat unseres Erfolgs und einer der Hauptgründe, warum wir heute noch im Geschäft sind. Das haben wir von Anfang an erkannt, deshalb investieren wir als Unternehmen so viel Energie darin, sicherzustellen, dass sie die bestmögliche Erfahrung machen und alle Mittel zur Verfügung haben, um erfolgreich zu sein.
Letztlich ist es unsere Talent-Community, die unsere Vision zum Leben erweckt, und wir bei Voices sind nur die Wegbegleiter. Diese Sichtweise unterscheidet uns vom Rest, denn wir freuen uns, anderen die Bühne zu überlassen. Erfolg heißt für uns, unsere Talente erfolgreich zu sehen, und wenn wir entscheiden könnten, wer im Rampenlicht steht, würden wir immer sie wählen.
Arbeiten Sie derzeit an spannenden Projekten? Erzählen Sie uns davon!
Ich möchte nochmals auf unsere talentorientierte Ausrichtung zurückkommen. Wir suchen ständig nach Wegen, unsere Talente zu würdigen und zu belohnen und es ihnen zu erleichtern, wahrgenommen zu werden und Aufträge zu erhalten. Aktuell arbeiten wir an der Erweiterung unseres Talent Achievement Programms. Kürzlich haben wir den Status „Top Talent“ auf Voices eingeführt – eine Auszeichnung, die Sprecherinnen und Sprecher verdienen können, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Aufträgen abgeschlossen und eine Durchschnittsbewertung von vier Sternen erreicht haben.
Sprecherinnen und Sprecher mit Top Talent Status erhalten ein Abzeichen auf ihrem Profil, das auch in den Suchergebnissen erscheint, wenn Kunden nach Talenten suchen. In den kommenden Monaten werden wir dieses Programm erweitern – eine weitere Möglichkeit, die Besetzung von Aufträgen zu erleichtern und Talente noch stärker zu würdigen.
Als Vorreiter im Marketingbereich und Führungskraft für vielseitige Teams – auf welche Ressourcen oder Tools greifen Sie zurück, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben?
Ich denke, einer unserer größten Ressourcen sind die Menschen, die bei Voices arbeiten. Unser Team ist unglaublich talentiert, und wir verlassen uns auf unsere Spezialistinnen und Spezialisten, um Einblicke in ihre jeweiligen Kanäle zu erhalten. Wenn wir zum Beispiel wissen möchten, wie die Situation im Social-Media-Bereich derzeit aussieht, ist unsere Community-Managerin die erste Anlaufstelle. Zusätzlich sind branchenspezifische Publikationen und Berichte von führenden Unternehmen ebenfalls eine hervorragende Informationsquelle. In diesem Zusammenhang wäre zum Beispiel der Social Media Trends Report von Hootsuite eine Ressource, auf die wir für Entwicklungen im digitalen Medienbereich zurückgreifen würden.
Nach Ihrer Erfahrung: Ist es möglich, bevorstehende Trends vorherzusagen? Wie funktioniert dieser Prozess?
Ja, es ist definitiv möglich, Trends vorherzusagen. Das Zuhören in unserem Netzwerk ist eine großartige Möglichkeit, informiert zu bleiben. Jedes Jahr veröffentlichen wir einen jährlichen Trendbericht, der sich an unsere Kunden richtet, und einen separaten Trendbericht für unsere Voiceover-Talente. Um unsere Prognosen für jeden Bericht zu formen, halten wir die Kommunikationskanäle mit unseren Kunden und Talenten offen. Mehrmals im Jahr treffe ich mich mit Sprechern, Stimmcoaches, Kunden und anderen Branchenakteuren im ganzen Land. Diese Gespräche ermöglichen es mir, ein Gefühl dafür zu bekommen, was gerade vor sich geht.
Durch Gespräche mit Voice-Talenten bekomme ich zum Beispiel mit, welche Rollen sie angeboten bekommen, welche Jobs sie gerne machen und welche Anliegen oder Beobachtungen sie in der Branche bemerken. Es sind genau solche Gespräche, die mir helfen, übergeordnete Trends in der Branche zu erkennen.
Würden Sie im Marketing sagen, dass es besser ist, Trends frühzeitig zu übernehmen, oder erst abzuwarten, ob sie bleiben, bevor Ressourcen eingesetzt werden?
Für uns ist es besser, ein früher Anwender von Trends zu sein. Wir möchten als Branchenführer wahrgenommen werden, daher müssen wir bereit sein, diese Rolle einzunehmen. Bei Voices sind wir sehr datenorientiert, deshalb schauen wir uns bei der Prüfung neuer Strategien oder Kampagnen die Daten dazu an, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat und was nicht. Diese Erkenntnisse aus der Vergangenheit dienen uns als Ausgangspunkt, um Neues auszuprobieren.
Der Vorteil, ein früher Anwender von Trends zu sein, ist, dass es uns sehr zugutekommt, wenn sich der Trend durchsetzt. Ich finde es besser, neue Trends früh zu übernehmen, weil es zeigt, dass wir vorausschauend denken und keine Angst davor haben, Risiken einzugehen, Neues zu probieren oder Veränderungen zu akzeptieren.
Der Nachteil besteht darin, dass, wenn ein Trend nur kurze Zeit anhält, es verlockend ist zu denken, dass die investierten Ressourcen, das Geld und die Zeit verschwendet wurden. Allerdings sehen wir das aus einer anderen Perspektive: Wir sind bereit, das Risiko einzugehen, dass sich das Ausprobieren neuer Ansätze nicht wie erhofft auszahlt. Selbst wenn die erhofften Ergebnisse ausbleiben, dient die Erfahrung als gute Lerngelegenheit und liefert gleichzeitig weitere Daten zur Optimierung zukünftiger Kampagnen.
Können Sie einige vergangene Trends nennen, die Sie angenommen haben und welche Ergebnisse Sie erzielt haben?
Kürzlich haben wir unsere Content-Strategie deutlich ausgebaut und uns stark darauf konzentriert, bessere und mehr Videoinhalte zu erstellen. Kurzvideos sind in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Und wenn die Menschen Informationen bevorzugt auf diesem Weg aufnehmen, sollten wir uns bemühen, sie so auch zu erreichen.
Nachdem wir einige wichtige Ergänzungen in unserem Content-Team vorgenommen hatten, begannen wir, Instagram Reels zu posten, häufiger Storys zu veröffentlichen, wir legten einen TikTok-Account an und begannen mit der Produktion von YouTube Shorts, um zu sehen, wie sich das auf unseren YouTube-Kanal auswirkt.
Die Ergebnisse sind bisher großartig. Diese Inhalte haben uns sehr geholfen, unsere Reichweite in der Talent-Community zu vergrößern. Und da wir viele Tutorials und Bildungsinhalte posten, um unsere Community zu unterstützen, bedeutet der Anstieg bei Aufrufen und Engagement, dass wir ein klein wenig mehr Einfluss auf unser Publikum haben und ihnen helfen, mehr Aufträge zu bekommen.
Können Sie eine Situation schildern, in der eine Strategie nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat und was Sie daraus gelernt haben?
Im Jahr 2021 haben wir unsere Dienstleistungskategorien erweitert und ein breiteres Angebot an Audio-bezogenen Services geschaffen. Neben Voiceover begannen wir, auch Audioproduktion, Übersetzungen, Musikkomponisten und Sänger anzubieten. Leider waren diese neuen Kategorien bei unserer Community nicht so beliebt, wie wir es uns erhofft hatten. Der Gedanke war, dass wir durch die Einbindung anderer Audio-bezogener Dienstleistungen – falls sich das erfolgreich erwiesen hätte – einen größeren Anteil am kreativen Dienstleistungsmarkt hätten erreichen können.
Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass wir als Unternehmen uns auf das konzentrieren sollten, was wir am besten können: Voiceover. Das Geschäft mit Voiceover auf unserer Plattform ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, und diese Erfahrung hat uns gelehrt, dass der Erfolg darin liegt, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen.
Welche Faktoren sollten Führungskräfte bedenken, bevor sie auf einen Trend aufspringen?
Neben den Kosten ist das Tempo eines Trends und der Zeitrahmen der Go-to-Market-Strategie eines Unternehmens ein wichtiger Aspekt. Wie realistisch ist es, dass Ihr Team auf diesen Trend aufspringen kann? Benötigt es erhebliche Planung oder die Einführung neuer Software? Kann der Trend leicht in die bestehende Strategie integriert werden, oder würde das sehr viel zusätzliche Zeit und Ressourcen verlangen? Schließlich ist es wichtig abzuschätzen, wie schnell sich ein Trend wieder verflüchtigen könnte.
Welche fünf Marketingtrends sollten Führungskräfte im Jahr 2023 unbedingt kennen?
1. Audio-Routinen: In diesem Jahr hat unser jährlicher Kunden-Trendbericht vorhergesagt, dass Audio-Routinen zu einem festen Bestandteil des Alltags werden. Das heißt, wir erwarten, dass mehr Menschen Audio-Inhalte in ihre täglichen Routinen integrieren. Jemand könnte zum Beispiel während des täglichen Spaziergangs mit dem Hund seinen Lieblingspodcast hören oder sich die Nachrichten von Alexa ansagen lassen. Da Audio-Inhalte mittlerweile so weit verbreitet sind, gehe ich davon aus, dass 2023 ein Rekordjahr für die Audio-Werbebranche wird.
2. Podcasting wird wachsen: Wir wissen, dass kurze Videoinhalte äußerst beliebt sind und die Vorliebe für längere Videoinhalte abgenommen hat. Ich habe das Gefühl, dass Konsumenten ihre Kapazitätsgrenze für visuelle Inhalte erreichen und sich dem Audio-Medium zuwenden, um eine Form des längeren Geschichtenerzählens zu erleben, die sich nicht in ein 15-Sekunden-Video quetschen lässt. Podcasts haben in den letzten Jahren erheblich an Popularität gewonnen, und ich denke, Marken und Kreative werden Podcasts in ihre Content-Strategie aufnehmen, falls sie das nicht bereits getan haben.
3. Hochwertiger Sound ist entscheidend für ein packendes Erlebnis: Oft konsumieren wir Medien (TV, TikTok, Hörbücher) zum Spaß und zur Unterhaltung. Wenn wir ein Audioerlebnis zur Unterhaltung hören, ist eine hochwertige Erfahrung ein Muss. Produzenten und Content-Creators werden sicherstellen wollen, dass alle Aspekte ihrer Produktion – einschließlich der Tonqualität – erstklassig sind, um das bestmögliche Hörerlebnis zu gewährleisten.
4. Kurzform-Video: Dieser Content-Stil bleibt weiterhin extrem populär. Investitionen in Videoinhalte haben unser Markenbewusstsein und unsere digitale Reichweite enorm gesteigert. Da Social-Media-Algorithmen diese Inhalte besonders promoten, ist das eine großartige Möglichkeit, dem Publikum schnell und leicht verdaubare Inhalte zu liefern.
5. Soziale Medien werden noch überfüllter: Wir wissen, dass kurze und schnelle Videos von Tag zu Tag beliebter werden. Kürzere Inhalte zwingen die Menschen jedoch dazu, mehr und schneller zu konsumieren. Das bedeutet, dass Marken und Kreative mehr Inhalte erstellen müssen, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Bei der großen Menge an Content, die täglich produziert wird, denke ich, dass sich Kreative noch stärker auf ihre Zielgruppe fokussieren und ihre Nische klar erobern werden.
Abschließend: Wenn Sie eine Bewegung inspirieren könnten, die vielen Menschen großen Nutzen bringt, was wäre das?
Persönlich gefällt mir der Gedanke an gemeinsamen Erfolg sehr. Es ist ein Prinzip, das ich zu leben versuche und das ich auch bei anderen inspirieren möchte. Zum Beispiel bei Voices: Die Sprecherinnen und Sprecher auf unserer Plattform sind die wahren Helden unserer Geschichte. Ihr Erfolg ist unser Erfolg – deshalb geben wir alles, um ihre Erfahrung als Kreative, Unternehmer und Voiceover-Künstler so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten.
Wie können unsere Leser Ihre Arbeit online weiterverfolgen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Leser:innen auf dem Laufenden bleiben, was bei Voices passiert. Der beste Startpunkt ist www.voices.com. Hier veröffentlichen wir regelmäßig Blogbeiträge, Trendberichte und Pressemitteilungen. Natürlich gibt es auch die bekannten Social-Media-Kanäle: Twitter, Instagram und Facebook, jeweils unter @voices, LinkedIn unter /company/voices-com. Und zuletzt kann man mir auf LinkedIn folgen: David Ciccarelli.
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