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Maschinelles Lernen in der Marketingautomatisierung ist bereits Realität – und es wird bleiben.

Laut einem Bericht von MarketsandMarkets soll die Marketingautomatisierungsbranche von 6,4 Milliarden USD im Jahr 2021 auf 12,3 Milliarden USD bis 2026 wachsen (ja, fast das Doppelte) – und das ist sehr wahrscheinlich erst der Anfang.

Durch die Nutzung dieses leistungsstarken KI-Teilbereichs können Unternehmen ihre Marketingbemühungen auf ein neues Niveau heben, individuelle Erlebnisse bieten und sowohl ROI als auch Kundenzufriedenheit steigern. 

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In diesem Artikel beleuchten wir praktische Strategien zur Integration von maschinellem Lernen in Ihren Marketing-Automatisierungsworkflow, zeigen Wege durch komplexe Bereiche auf, identifizieren passende Automatisierungstools und geben Tipps, wie Sie die Vorteile maximal nutzen, um in der sich schnell verändernden Marketinglandschaft stets die Nase vorn zu haben.

Was ist Marketingautomatisierung?

Marketingautomatisierung bezeichnet Technologien, die Marketingprozesse und multifunktionale Kampagnen über mehrere Kanäle hinweg automatisch steuern. Von E-Mail- und Social-Media-Marketingkampagnen bis hin zu Chatbots im Kundenservice setzen Unternehmen Marketingautomatisierung ein, um wiederkehrende Aufgaben zu standardisieren, menschliche Fehler zu reduzieren und Effizienz sowie Kundenbindung zu erhöhen. 

Wie funktioniert maschinelles Lernen?

Maschinelles Lernen ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz und bezieht sich auf den Einsatz von Algorithmen und statistischen Modellen, mit denen Systeme aus Daten lernen und darauf basierend Entscheidungen treffen können, ohne explizit programmiert zu sein. In einer vom MIT Technology Review durchgeführten Umfrage setzen inzwischen 60 % der Unternehmen maschinelles Lernen oder Deep Learning als Teil ihrer Geschäftsstrategie ein.

In Kombination können maschinelles Lernen und Marketingautomatisierung wirkungsvolle Lösungen schaffen, die revolutionieren, wie Unternehmen mit ihren Kunden interagieren und ihre Marketingaktivitäten signifikant verbessern.

Vorteile der Marketingautomatisierung im Bereich Maschinelles Lernen

1. Verbesserter ROI

Maschinelles Lernen kann die Marketingautomatisierung optimieren und so zu einer deutlichen Steigerung des Return on Investment (ROI) führen. Beispielsweise können Unternehmen mithilfe von Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens das Kundenverhalten und Trends vorhersagen, sodass Marketingteams ihre Maßnahmen zielgerichteter ausrichten und den ROI somit verbessern können.

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2. Effizientere Vertriebsprozesse

Maschinelles Lernen kann den Vertriebsprozess verschlanken, indem es wiederkehrende und zeitaufwendige Aufgaben wie Dateneingabe, Lead-Scoring und E-Mail-Marketing automatisiert. Mit prädiktiver Analytik ist es möglich, potenzielle Leads genauer zu identifizieren, den Vertriebstrichter effizienter zu gestalten und die Konversionsraten zu erhöhen.

3. Personalisierte Kundenerlebnisse

Maschinelles Lernen ermöglicht es Unternehmen, personalisierte Kundenerlebnisse zu schaffen. Durch die Analyse von Kundendaten können Algorithmen des maschinellen Lernens individuelle Verhaltensweisen und Präferenzen vorhersagen. KI beim Customer Journey Mapping versetzt Unternehmen in die Lage, Marketingmaßnahmen auf einzelne Kunden zuzuschneiden, eine individuellere und ansprechendere Nutzererfahrung sowie Customer Journey zu bieten, Inhalte zu optimieren, gezielte Produktempfehlungen und Kundensupport auszuliefern und Loyalität sowie Kundenbindung zu fördern.

Herausforderungen von maschinellem Lernen in der Marketingautomatisierung

Maschinelles Lernen eröffnet der Marketingautomatisierung große Chancen, bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich, die Unternehmen bewältigen müssen.

Hier sind einige zentrale Herausforderungen:

Maschinelle Lernsysteme sind komplex: Die Komplexität von Systemen des maschinellen Lernens kann besonders für diejenigen eine erhebliche Herausforderung darstellen, die keine Expertise im Bereich Data Science haben. Es geht nicht nur darum, Marketingsoftware in die bestehende Tech-Landschaft zu integrieren; vielmehr gilt es zu verstehen, wie maschinelle Lernmodelle und Natural Language Processing funktionieren, wie sie trainiert und optimiert werden können. Oft ist es notwendig, neue Fachkräfte einzustellen oder in die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter zu investieren.

Datenerfassung birgt Risiken: Maschinelle Lernmodelle sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert werden. Die Erfassung hochwertiger, relevanter Daten stellt eine große Herausforderung dar. Zudem erfordern Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der California Consumer Privacy Act (CCPA) von Marketern, beim Sammeln und Nutzen von Kundendaten vorsichtig zu sein.

Datenverarbeitung kann kompliziert sein: Auch sobald die neuen Daten gesammelt wurden, müssen sie zunächst verarbeitet und bereinigt werden, bevor sie zum Einsatz kommen können. Die Datenanalyse beinhaltet meist das Arbeiten mit fehlenden oder inkonsistenten Daten und das Behandeln von Ausreißern. Dieser Prozess ist oft zeitaufwendig und komplex.

Datensicherheit hat oberste Priorität: Mit der wachsenden Menge an Kundendaten, die in maschinellen Lernmodellen genutzt werden, wird die Datensicherheit zu einem bedeutenden Thema. Unternehmen müssen gewährleisten, dass sie wirksame Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz dieser Daten vor möglichen Angriffen ergreifen.

Schwierigkeiten beim Verständnis der Ergebnisse: Machine-Learning-Modelle werden oft als Black Box betrachtet, wodurch es schwierig ist nachzuvollziehen, warum eine bestimmte Vorhersage oder Entscheidung getroffen wurde. Diese mangelnde Transparenz kann problematisch sein, wenn es darum geht, Ergebnisse zu interpretieren und fundierte geschäftliche Entscheidungen auf Grundlage dieser Kennzahlen zu treffen.

Übermäßige Abhängigkeit von Technologie: Obwohl Machine Learning viele Marketingprozesse optimieren kann, besteht die Gefahr, sich zu sehr auf Technologie zu verlassen. Es ist wichtig, dass menschliche Marketer weiterhin in den Prozess eingebunden bleiben, um die Kreativität und das strategische Denken beizusteuern, die Maschinen nicht nachbilden können.

Um diese Herausforderungen zu meistern, bedarf es einer gut durchdachten Strategie, die möglicherweise eine Mischung aus Weiterqualifizierung, Neueinstellungen, Investitionen in geeignete Tools sowie die Entwicklung robuster Datenmanagement- und Sicherheitsrichtlinien beinhaltet.

So nutzen Sie Marketingautomatisierung mit Machine Learning in 7 Schritten

Durch den Einsatz von Machine Learning in der Marketingautomatisierung können Marketingmaßnahmen erheblich optimiert, Prozesse gestrafft und Kundenerlebnisse personalisiert werden. 

Doch wie integriert man diese Spitzentechnologie praktisch in die eigene Marketingstrategie? Gehen wir es Schritt für Schritt durch.

Schritt 1: Klare Ziele festlegen

Bevor Sie sich mit den technischen Aspekten befassen, sollten Sie definieren, was Sie mit Machine Learning in Ihrer Marketingautomatisierung erreichen möchten. Ziele könnten die Verbesserung der E-Mail-Marketing- und Content-Marketing-Performance, die Erweiterung der Reichweite bei Zielgruppen durch Kundensegmentierung und Demografie, der Aufbau von Kundenprofilen oder die Vorhersage von Kundenverhalten sein.

Schritt 2: Sammeln und Vorbereiten Ihrer Daten

Machine Learning ist stark von Big Data abhängig. Sammeln Sie relevante Daten aus verschiedenen Quellen wie CRM, Social Media, Kundenservice usw. Nutzen Sie Tools wie HubSpot oder Salesforce für CRM-Daten, Google Analytics für Webdaten und Sprout Social für Social-Media-Daten. Sobald die Daten gesammelt sind, müssen sie für Machine Learning entsprechend bereinigt und strukturiert werden.

Schritt 3: Wählen Sie den richtigen Machine-Learning-Algorithmus

Welchen Machine-Learning-Algorithmus Sie auswählen, hängt von Ihren Zielen ab. Beispielsweise können Sie für die Kundensegmentierung Clustering-Algorithmen (z. B. K-Means), für die Prognose des Customer Lifetime Value Regressionsalgorithmen (z. B. Lineare Regression) oder für Churn-Prognosen Klassifikationsalgorithmen (z. B. Logistische Regression) nutzen.

Schritt 4: Entwickeln oder wählen Sie Ihr Machine-Learning-Modell

Hier können Sie entweder Ihre eigenen Machine-Learning-Modelle bauen oder vorgefertigte Modelle nutzen, die Plattformen wie Google Cloud's AutoML, Amazon SageMaker oder IBM Watson anbieten. Wenn Sie Ihr Modell selbst entwickeln, helfen Ihnen Softwarebibliotheken wie Scikit-learn, TensorFlow und PyTorch.

Schritt 5: Trainieren Sie Ihr Modell

Sie müssen Ihr Modell mit einem Teil Ihrer Daten, dem sogenannten Trainingsdatensatz, „füttern“. Das Modell lernt aus diesen Daten, erkennt Muster und Zusammenhänge, die später auf unbekannte Daten angewendet werden können.

Schritt 6: Validieren und testen Sie Ihr Modell

Nutzen Sie einen separaten Datensatz, den sogenannten Validierungsdatensatz, um die Parameter Ihres Modells für eine optimale Performance anzupassen. Anschließend testen Sie Ihr Modell mit einem Testdatensatz, um seine Leistung zu bewerten. Tools wie Googles TensorFlow bieten robuste Methoden zur Validierung und zum Testen von Modellen.

Schritt 7: Setzen Sie Ihr Modell ein

Sobald Sie mit der Performance Ihres Modells zufrieden sind, können Sie es in Ihre Marketingautomatisierungssoftware integrieren. Plattformen wie HubSpot, Marketo und Mailchimp bieten APIs, die bei dieser Integration helfen können.

Schritt 8: Überwachen und optimieren Sie Ihr Modell

Nach dem Einsatz sollten Sie die Leistung Ihres KI-Marketing-Modells kontinuierlich überwachen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen. Möglicherweise müssen Sie Ihr Modell regelmäßig mit aktuellen, neuen Daten neu trainieren, um sicherzustellen, dass es unter veränderten Marktbedingungen effektiv bleibt.

Schritt 9: Analysieren Sie die Erkenntnisse und setzen Sie sie um

Nutzen Sie die durch Ihr Machine-Learning-Modell gewonnenen Erkenntnisse, um Ihre Marketingentscheidungen zu steuern. Dies könnte das Versenden gezielter E-Mails, die Personalisierung von Webinhalten oder die Priorisierung von besonders wertvollen Leads umfassen.

Die Implementierung von Machine Learning in der Marketingautomatisierung ist kein Schema-F-Prozess. Abhängig von Ihren Marketingzielen und Ressourcen kann Ihr Weg unterschiedlich aussehen. Mit diesen grundlegenden Schritten können Sie Ihre Marketingaktivitäten jedoch so aufstellen, dass Sie von dieser fortschrittlichen Technologie profitieren.

Marketingautomatisierung und Machine Learning für Wachstum nutzen

In einer zunehmend digitalen Welt bietet der Einsatz von maschinellem Lernen in der Marketingautomatisierung viele Vorteile, von der Verbesserung des ROI und der Prognose bis hin zur Schaffung personalisierter Kundenerlebnisse und der Entwicklung neuer Produktideen. Unternehmen müssen sich jedoch der Herausforderungen bei der Nutzung von Prognosemodellen bewusst sein und sich das nötige Wissen und die Ressourcen für fundierte Entscheidungen aneignen.

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