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Key Takeaways

Authentifizieren Sie Ihre E-Mails und nutzen Sie eine eigene Domain, um Vertrauen bei Spamfiltern zu schaffen.

Bereinigen Sie regelmäßig Ihre Empfängerliste und setzen Sie auf das Double-Opt-in-Verfahren, um Spamfallen und Hard-Bounces zu vermeiden.

Halten Sie Datenschutzgesetze wie DSGVO und CAN-SPAM ein, um Ihre Absenderreputation zu schützen.

Überwachen Sie Engagement-Metriken und stellen Sie einen klaren Abmeldelink bereit, um Spam-Beschwerden zu reduzieren.

Wenn Sie B2B-Marketer sind, gibt es kaum etwas Frustrierenderes, als wenn Ihre E-Mails im Spam-Ordner statt im Posteingang der Empfänger landen. Das ist nicht nur ärgerlich – es kostet Sie bares Geld. Verpasste E-Mails bedeuten verpasste Chancen, einen geringeren ROI und möglicherweise einen Imageschaden für Ihre Marke.  

In diesem Artikel erkläre ich, warum Ihre E-Mails im Spam-Ordner landen, erläutere, wie E-Mail-Filter tatsächlich funktionieren, und analysiere die wichtigsten Faktoren, die diese Filter beeinflussen. Das Wichtigste: Sie erhalten umsetzbare Tipps, wie Sie verhindern, dass E-Mails im Spam landen – zum Beispiel, wie Sie E-Mails so formulieren, dass sie nicht herausgefiltert werden und wirklich im Posteingang Ihrer Zielgruppe landen.

Starten wir, damit Ihre E-Mail-Marketingkampagnen gesehen (und geöffnet) werden.

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Warum landen E-Mails im Spam?

Es gibt einige Hauptgründe:

#1: Niedrige Engagement-Raten

Einer der wichtigsten ist eine niedrige Engagement-Rate. E-Mail-Anbieter (ESP) wie Yahoo und Gmail beobachten genau, wie Empfänger mit Ihren E-Mail-Kampagnen interagieren.

Wenn Ihre Öffnungsraten schlecht sind oder selten jemand auf Ihre Links klickt, signalisiert das diesen Plattformen, dass Ihre Inhalte möglicherweise nicht wertvoll oder erwünscht sind. Diese mangelnde Interaktion kann dazu führen, dass E-Mail-Filter-Algorithmen Ihre E-Mails als Spam einstufen, ganz unabhängig davon, wie gut Ihr Angebot oder Ihre Nachricht inhaltlich ist.  

#2: Absender-Reputation

Ein weiterer Grund ist die Reputation des Absenders. Internetdienstanbieter (ISPs) vergeben eine Vertrauensbewertung, die das E-Mail-Verhalten Ihrer Domain widerspiegelt. Wenn Sie häufig an ungültige Adressen senden, Ihre E-Mails zu oft zurückkommen oder Empfänger diese als Spam markieren, wird der Ruf Ihrer Domain leiden.

Eine schlechte Absender-Reputation macht es fast unmöglich, Spam-Filter zu umgehen, selbst wenn der Inhalt Ihrer E-Mails einwandfrei ist.  

#3: Schlechte Betreffzeilen oder spamartige Inhalte

Auch die Art, wie Ihre E-Mails geschrieben und formatiert sind, kann zum Gang in den Spam-Ordner führen. E-Mails mit bestimmten Reizwörtern wie „gratis“, „garantiert“ oder „jetzt handeln“ können Alarmglocken auslösen. Ebenso kann ein schlechtes Verhältnis von Text zu Bildern, defekte Links oder zu komplexe Formatierung E-Mail-Filter verwirren und dazu führen, dass Ihre Nachricht aussortiert wird. 

#4: Nichtbefolgen von Best Practices

Schließlich kann auch das Ignorieren von Best Practices im E-Mail-Marketing dazu führen, dass Ihre Nachrichten als Spam eingestuft werden. Das Fehlen eines klaren Abmeldelinks oder das Senden von E-Mails an Personen, die sich nicht in Ihre Liste eingetragen haben, sind sowohl für Empfänger als auch für E-Mail-Anbieter große Warnsignale. Diese Praktiken führen zu höheren Spam-Beschwerderaten und schädigen Ihre Glaubwürdigkeit weiter. 

Wie funktionieren E-Mail-Filter?

Spamfilter sind Werkzeuge, die eingehende Nachrichten analysieren, um potenziell schädliche oder unerwünschte E-Mails zu identifizieren. Sie funktionieren wie ein digitaler Sicherheitsdienst für den Posteingang. Aber wie läuft die Erkennung genau ab?

Das Herzstück sind sogenannte Heuristiken. E-Mail-Filter beurteilen E-Mails anhand vordefinierter Regeln, die jeder Nachricht eine Punktzahl zuweisen. Überschreitet die Nachricht einen bestimmten Schwellenwert, wird sie gefiltert. Spamfilter prüfen dabei meist drei zentrale Komponenten einer E-Mail: 

  • Der Inhalt wird auf Warnzeichen wie verdächtige Schlüsselwörter, verdächtige Links oder einen zu hohen Bildanteil geprüft. 
  • Anschließend wird die Legitimität des Absenders geprüft, etwa durch Authentifizierungsprotokolle wie SPF (Sender Policy Framework) und DKIM (DomainKeys Identified Mail) oder durch den Abgleich mit Blocklisten, die IP-Adressen aufführen, von denen Spam ausgeht. 
  • Schließlich bewerten Filter Nutzungsverhalten und Interaktionen, zum Beispiel, ob vergleichbare E-Mails von anderen Empfängern häufig ignoriert oder als Spam markiert werden.  

Der Großteil dieser Filterung läuft automatisch auf Servern ab, etwa auf SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)-Servern, die ein- und ausgehenden E-Mail-Verkehr verarbeiten. Darüber hinaus setzen E-Mail-Anbieter eigene Filter ein, die E-Mails in Ordner wie „Spam“, „Werbung“ oder „Soziales“ einteilen – zudem können Nutzer eigene Filterregeln zur Kontrolle anlegen. 

Was ist eine Spam-Beschwerderate?

Die Spam-Beschwerderate gibt an, wie häufig Ihre E-Mails von den Empfängern als Spam markiert werden – meist per Klick auf „Spam melden“ oder „Junk“. Sie ergibt sich aus der Zahl der Beschwerden geteilt durch die insgesamt zugestellten E-Mails. Eine hohe Rate signalisiert Posteingangsanbietern, dass Ihre Nachrichten unerwünscht sind. Das schadet Ihrer Absender-Reputation und sorgt dafür, dass künftige Nachrichten direkt im Spam-Ordner landen.

14 Wege, wie Ihre E-Mails nicht im Spam-Ordner landen

Ihre E-Mail-Empfänger können nur mit Nachrichten interagieren, die in ihrem Posteingang ankommen. Deshalb ist das Umgehen von Spam-Filtern Pflicht. Hier finden Sie Schritt für Schritt, wie Sie die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails verbessern: 

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1. Nutzen Sie einen seriösen ESP

Die Wahl des richtigen Email Service Providers (ESP) ist die erste Verteidigungslinie gegen Zustellbarkeitsprobleme. Ein solider ESP sorgt dafür, dass Ihre E-Mails sicher versendet, korrekt authentifiziert und auf jegliches Verhalten überwacht werden, das Spamfilter auslösen könnte.

Darauf sollten Sie bei einem seriösen ESP achten:

  • Integrierte Authentifizierung: Führende ESPs ermöglichen eine einfache Konfiguration von SPF, DKIM und DMARC – unerlässlich, um die Echtheit Ihrer E-Mails nachzuweisen.
  • Zustellbarkeits-Tools: Funktionen wie Posteingangsplatzierungstests, Blacklist-Überwachung und Spam-Score-Analyse, bereitgestellt von E-Mail-Zustellbarkeitssoftware, helfen Ihnen, Problemen vorzubeugen.
  • Kontrolle über gemeinsame IP-Reputation: Ein guter ESP hält schwarze Schafe von seiner Plattform fern, sodass Sie nicht für das Spamverhalten anderer bestraft werden.
  • Proaktive Verwaltung von Bounces und Beschwerden: Die richtige Plattform unterdrückt problematische Adressen automatisch, um Ihre Absenderreputation zu schützen.

Ein vertrauenswürdiger ESP ist zwar kein Allheilmittel, aber ein grundlegender Schritt, um Ihre E-Mails aus dem Spamordner und in den Posteingang derjenigen zu bringen, die tatsächlich von Ihnen hören möchten.

2. Authentifizieren Sie Ihre E-Mails

E-Mail-Authentifizierung ist Ihre Möglichkeit, E-Mail-Clients wie Outlook und Gmail zu signalisieren, dass Ihre E-Mails echt sind. Sind Ihre E-Mails authentifiziert, wird verhindert, dass Betrüger Ihre Adresse durch Phishing nachahmen. Das verschafft Ihren Nachrichten eine weitaus bessere Chance, im Posteingang Ihrer Empfänger zu landen. Um Ihre E-Mails zu authentifizieren, stellen Sie sicher:

  • Ihre Absenderadresse und Ihr Absendername sind immer konsistent. Das hilft Ihnen beim Aufbau von Markenbekanntheit und Vertrauen und macht Ihre Empfänger weniger anfällig für Phishing-Angriffe. 
  • Erstellen Sie einen Sender Policy Framework (SPF)-Eintrag in den DNS-Einstellungen Ihrer Domain. Damit legen Sie fest, welche Server zum Versand von E-Mails im Namen Ihrer Domain berechtigt sind. Beim Versand prüft der Server, ob er zu den im SPF-Eintrag autorisierten Servern gehört. 
  • Erstellen Sie für Ihre E-Mails DomainKeys Identified Mail (DKIM)-Signaturen. Das funktioniert wie eine Unterschrift unter einem Brief, mit der der Empfänger weiß, dass die Nachricht wirklich von Ihnen stammt und nicht von Spammern. DKIM verwendet jedoch einen privaten Schlüssel – sozusagen einen geheimen Code –, der mit einem öffentlichen Schlüssel übereinstimmen muss. Der empfangende Server vergleicht diese beiden Schlüssel, um die Echtheit zu überprüfen. 
  • Wenn SPF und DKIM fehlschlagen, greifen ESPs auf Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC) zurück. Stellen Sie also sicher, dass DMARC auf Ihrem Server eingerichtet ist. Mit diesem Protokoll können Sie angeben, ob Sie E-Mails, die die SPF- und DKIM-Prüfung nicht bestehen, ablehnen, in Quarantäne stellen oder trotzdem zustellen möchten. 

Während vieles davon zwischen sendendem und empfangendem Server abläuft, gibt es noch eine weitere Ebene, die es Empfängern erleichtert, den Absender zu verifizieren: Brand Indicators for Message Identification (BIMI). Mit einem veröffentlichten BIMI-Eintrag können Sie Ihr Logo bei authentifizierten E-Mail-Nachrichten anzeigen. So können Empfänger auf einen Blick die Echtheit bestätigen.  

3. Richten Sie eine eigene Versanddomain ein

Versenden Sie E-Mails von einer generischen oder gemeinsam genutzten Domain (wie yourcompany@gmail.com oder über die Standarddomain Ihres ESP), ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Spamfilter auslösen, deutlich höher. Mit einer eigenen Versanddomain behalten Sie die Kontrolle über Ihre E-Mail-Reputation und signalisieren den Posteingangsanbietern, dass Sie ein glaubwürdiger Absender sind.

Darum ist es wichtig:

  • Baut Domain-Reputation auf: Wenn Sie von news.ihrefirma.com versenden, schaffen Sie eine konsistente Versandidentität, die Posteingangsanbieter über die Zeit bewerten können.
  • Steigert Vertrauen und Zustellrate: Eine verifizierte eigene Domain wird seltener als verdächtig eingestuft oder im Spamordner abgelegt.
  • Harmoniert mit E-Mail-Authentifizierung: Eigene Domains erleichtern die Einrichtung von SPF, DKIM und DMARC – Schlüsselmaßnahmen, um Spoofing zu verhindern und in den Posteingang zu gelangen.
  • Sorgt für Marken-Konsistenz: Ihre Empfänger sehen eine professionelle Domain, die sie wiedererkennen – das steigert die Öffnungsraten und reduziert Spam-Beschwerden.

Das Einrichten einer eigenen Versanddomain ist ein Signal an Nutzer und Spamfilter, dass Ihre Marke sich an die Regeln hält und einen Platz im Posteingang verdient.

4. Beachten Sie Datenschutzgesetze beim Aufbau Ihrer Empfängerliste

Verschicken Sie Marketing-E-Mails und kümmern sich nicht aktiv um die Einhaltung der Vorgaben, riskieren Sie nicht nur Zustellprobleme – Sie laden rechtliche Probleme und potenziell hohe Geldstrafen ein.

Darum ist Compliance sowohl für die Zustellbarkeit als auch das Vertrauen in Ihre Marke entscheidend:

  • CAN-SPAM ACT (USA): Erfordert eine klare Abmeldemöglichkeit und verbietet irreführende Kopfzeilen. Verstöße können bis zu $53.088 pro E-Mail kosten.
  • DSGVO (EU): Verlangt eine ausdrückliche, informierte Einwilligung, bevor Marketing-E-Mails gesendet werden.
  • CASL (Kanada): Eines der strengsten Anti-Spam-Gesetze weltweit.

Die Einhaltung dieser Gesetze hilft nicht nur, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sie sorgt auch dafür, dass Ihre E-Mails nicht im Spam-Ordner landen. So verbessert Compliance die Zustellbarkeit:

  • Steigert das Engagement: E-Mails, die mit der richtigen Zustimmung verschickt werden, werden eher geöffnet und führen zu Aktionen.
  • Verringert Spam-Beschwerden: Klare Opt-ins und Präferenzzentren geben den Nutzern Kontrolle und schaffen Vertrauen.
  • Verbessert die Absenderreputation: Internetdienstanbieter und Spamfilter bevorzugen Marken, die bewährte Verfahren einhalten, und bestrafen diejenigen, die dies nicht tun.

Profi-Tipp: Dokumentieren Sie Ihren Opt-in-Prozess und bewahren Sie Nachweise über die Zustimmung der Abonnenten auf. Sollten Sie jemals gemeldet oder überprüft werden, schützt Sie eine Papierdokumentation nicht nur rechtlich, sondern zeigt auch Posteingangsanbietern, dass Sie ein seriöser Versender sind, der sich an die Regeln hält.

5. Erstellen und Pflegen Sie eine saubere E-Mail-Liste

Eine saubere E-Mail-Liste beginnt bereits beim Sammeln Ihrer Abonnenten. Achten Sie beim Aufbau einer Mailingliste darauf: 

  • Sammeln Sie hochwertige Kontakte. Platzieren Sie Ihre Anmeldeformulare beispielsweise auf Ihrer Website und in sozialen Netzwerken – also dort, wo Besucher bereits Interesse an Ihrem Unternehmen gezeigt haben. 
  • Überprüfen Sie E-Mail-Adressen. Das geht etwa durch Syntaxprüfung, das Entfernen von Kontakten mit universellen Empfängeradressen oder indem Sie den Mailserver anpingen, um zu prüfen, ob die Adresse aktiv ist.  
  • Geben Sie Ihren Abonnenten die Möglichkeit, die Anzahl der E-Mails zu reduzieren oder sich dauerhaft abzumelden. 

Mit wachsender Liste sollten Sie regelmäßig bereinigen. Doch wie oft?

„Ich würde sagen, so oft wie nötig“, empfiehlt Vince Cersosimo, Mitgründer von Webbula. „Zunächst sollte immer eine Erstbereinigung stattfinden. Prüfen, bewerten und segmentieren Sie Ihre Liste und bestimmen Sie anhand Ihrer Risikobereitschaft, welche Kontakte übernommen werden. Danach empfiehlt es sich, einen Dienst wie Webbula zur E-Mail-Hygiene-Überprüfung im Formular zu implementieren.“

Er fährt fort: „Während Nutzer sich anmelden, könnten Sie diese in Echtzeit per API bereinigen und dann regelmäßig im Nachgang. Beobachten Sie Ihre Zustellquoten – tauchen plötzlich alte Adressen und Zustellprobleme auf, ist es an der Zeit, die Liste erneut zu bearbeiten und zu bereinigen." 

6. Verwenden Sie Double-Opt-In

Eine der effektivsten Methoden, um zu verhindern, dass schlechte Leads überhaupt Spamfilter auslösen, ist das Double-Opt-In beim Aufbau Ihrer E-Mail-Liste. So wird sichergestellt, dass jeder Abonnent sein Interesse explizit bestätigt – Bots, fehlerhafte Anmeldungen und nicht-engagierte Nutzer werden gefiltert, bevor sie zum Problem werden.

Darum hilft Double-Opt-In:

  • Bestätigt die Absicht: Nur Nutzer, die eine Bestätigungs-E-Mail anklicken, werden zur Liste hinzugefügt – das signalisiert ISPs, dass Ihr Publikum Ihre E-Mails möchte.
  • Reduziert gefälschte oder falsch geschriebene Adressen: Schlechte Daten führen zu Bounces und Spamfallen, was wiederum Spamfilter auslösen kann.
  • Senkt die Rate der Spam-Beschwerden: Bestätigte Abonnenten markieren Ihre Nachrichten seltener als Spam und schützen so Ihre Absenderreputation.
  • Hält Ihre Liste von Anfang an sauber: Sie schließen proaktiv Kontakte aus, die Ihre Zustellbarkeit langfristig beeinträchtigen könnten.

7. Spamfallen vermeiden und Blacklists überwachen

Selbst wenn Ihre E-Mails sauber aussehen und Ihre Liste solide wirkt, kann das Schleifen in eine Spamfalle Ihren Absender-Ruf ruinieren – oft ohne Vorwarnung. Spamfallen sind gefälschte oder reaktivierte E-Mail-Adressen, die von ISPs und Blacklist-Anbietern genutzt werden, um schlechte Versandpraktiken aufzudecken.

So vermeiden Sie Fallen, die Spam-Filter auslösen können:

  • Kaufen oder mieten Sie niemals E-Mail-Listen: Diese sind berüchtigte Quellen für Spamfallen und veraltete Adressen.
  • Säubern Sie Ihre Liste regelmäßig: Nutzen Sie E-Mail-Prüfungs-Tools, um ungültige oder inaktive Adressen zu entfernen. Mehr dazu weiter unten.
  • Überwachen Sie Engagement-Signale: Niedrige Öffnungs- und Klickraten deuten auf Listendegeneration hin – und steigern Ihr Risiko für Spamfallen.

Sobald Sie in eine Falle tappen, kann Ihre Domain oder IP auf einer Blacklist landen, wodurch E-Mails blockiert oder direkt in den Spam-Ordner umgeleitet werden. So bleiben Sie auf der sicheren Seite:

  • Überwachen Sie Blacklists proaktiv: Verwenden Sie Tools wie MXToolbox oder Google Postmaster Tools, um den Status Ihrer Domain/Ihrer IP-Adresse zu überprüfen.
  • Handeln Sie schnell, wenn Sie auf einer Blacklist stehen: Finden Sie die Ursache heraus (meist ein Problem mit der Listenqualität oder dem Versandverhalten), beheben Sie es und reichen Sie einen Antrag auf Entfernung von der Blacklist ein.

Profi-Tipp: Richten Sie Benachrichtigungen bei einem Blacklist-Monitoring-Dienst ein, damit Sie sofort informiert werden, wenn Ihre Zustellbarkeit gefährdet ist. Je schneller Sie reagieren, desto weniger langfristiger Schaden entsteht für Ihren Absender-Ruf.

8. Richten Sie ein Präferenzzentrum ein und respektieren Sie Abmeldeanfragen

Nichts löst Spam-Beschwerden schneller aus, als wenn Abonnenten in eine Kommunikations-Ecke gedrängt werden. Wenn jemand nicht einfach abmelden oder seine Auswahl anpassen kann, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er auf „Als Spam markieren“ klickt. 

So hilft ein gut gestaltetes Präferenzzentrum:

  • Lassen Sie Nutzer ihre Inhalte wählen: Geben Sie Abonnenten Kontrolle über Frequenz, Themen und Arten der E-Mails (z. B. Produktupdates versus Werbeinhalte).
  • Verhindern Sie unnötige Abmeldungen: Viele Nutzer möchten sich gar nicht vollständig abmelden – sie möchten nur weniger oder relevantere E-Mails.
  • Reduzieren Sie Spam-Beschwerden: Ein reibungsloser Abmeldeprozess verhindert, dass frustrierte Nutzer Sie als Spam markieren.

Erfüllen Sie Abmeldeanfragen immer sofort. Verzögerungen, defekte Links oder verwirrende Prozesse können direkt Spam-Filter auslösen und Ihren Absender-Ruf schädigen.

9. Personalisieren Sie Ihre E-Mails

Personalisierte Marketing-E-Mails führen zu mehr Engagement und damit zu höheren Öffnungs- und Klickraten. Statistiken belegen das.

Laut Dynamic Yield sagen 71% der Verbraucher, dass personalisierte Erlebnisse ihre Entscheidung beeinflussen, mit E-Mails zu interagieren. Diese erhöhte Interaktion signalisiert den Servern einen Mehrwert, was hilft, Spam-Beschwerden zu vermeiden und die Absprungrate niedrig zu halten. 

Wie personalisieren Sie Ihre E-Mails? 

  • Zunächst müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen. Das bedeutet, dass Sie sich die Daten anschauen, um Nutzungsverhalten und Schmerzpunkte zu verstehen. Anschließend segmentieren Sie Ihr Publikum anhand gemeinsamer Merkmale wie geografische Lage, Interesse an bestimmten Produkten, heruntergeladenen Inhalten, Art des letzten Kaufs sowie besuchte Seiten. 
  •  Nutzen Sie einen der oben genannten Faktoren, um eine personalisierte und dynamische Betreffzeile für jedes Segment zu erstellen. Beispiel: „Willkommen zurück, [Vorname]! Hier ist eine neue Playlist, inspiriert von deinen aktuellen Favoriten.“ 
  • Stellen Sie sicher, dass der E-Mail-Text der Betreffzeile folgt und an die Präferenzen des Empfängers angepasst ist.  
  • Verwenden Sie dynamische Inhalte. So können Sie dieselbe E-Mail an verschiedene Empfänger senden, sie jedoch leicht für die jeweiligen Segmente anpassen. 
  • Verlinken Sie, wo nötig, auf personalisierte Landingpages (einer der Vorteile von KI-Landingpage-Generatoren ist, dass dies den Prozess erleichtert). Stellen Sie sich zum Beispiel vor, ein Kunde fliegt regelmäßig eine bestimmte Strecke und Sie möchten ihm günstigere Tarife für eine Saison empfehlen. Dann sollte die besuchte Landingpage Tarife ab seinem Standort anzeigen. 

Integrieren Sie Ihre E-Mail immer mit Ihrem CRM. „Meiner Meinung nach ist der Einsatz eines CRM ein sehr wichtiger Faktor“, sagt Paulo Moreira, Customer Success Manager bei OmniK. „Damit können Sie die bestmöglichen Segmentierungen vornehmen, Ihre Kunden über die besten Kanäle für jeden von ihnen kontaktieren und anbieten, was sie zum passenden Zeitpunkt wünschen.“

10. Vermeiden Sie Spam-Auslöserwörter

Spam-Auslöserwörter werden häufig von Spam-Filtern abgefangen. Und es sind nicht nur die Filter. Auch die Menschen erkennen sie – und das wirkt oft abschreckend. Die Folge: Ihre E-Mail wird gelöscht, der Empfänger meldet sich ab oder markiert sie als Spam. In jedem Fall leidet Ihr Absender-Ruf und die Zustellbarkeit. 

Was sind Spam-Auslöserwörter? 

Es handelt sich um Wörter und Phrasen, die zu sehr auf aggressiven Verkauf und zu wenig auf Mehrwert abzielen. Hier ein paar Beispiele zur Veranschaulichung: 

  • % Rabatt
  • Garantiert
  • Gratis
  • Gewinnspiel
  • Exklusives Angebot
  • An alle, die es betrifft
  • Jetzt handeln
  • Link enthalten
  • Jetzt kaufen
  • Verdiene $$$
  • Dringender Handlungsbedarf
  • Geld

Beachte, dass einige dieser Wörter und Ausdrücke in bestimmten Kontexten notwendig sind, aber dennoch als spamverdächtig eingestuft werden können.

Der Trick, um dieses Problem zu umgehen, besteht darin, auf den Kontext zu achten und die Wörter so natürlich wie möglich zu verwenden, wenn es notwendig ist. Spamfilter sind inzwischen so ausgefeilt, dass sie den Kontext verstehen können. Statt „Nicht verpassen! Ihr Lieblings-[Produkt] ist bis Mitternacht 20 % günstiger. Handeln Sie sofort!“ solltest du besser Formulierungen wie „Neue Kollektion: Erhalte dein handverlesenes Lieblingsdekor mit kostenloser Lieferung bis Mitternacht.“ verwenden.

Im zweiten Beispiel sind der Wert und das Angebot klar genug, um ausreichenden Kontext zu bieten. Damit sollten deine E-Mails im Posteingang der Empfänger ankommen. Es hilft außerdem, E-Mails ohne Tippfehler zu versenden und bereits einen guten Ruf als Absender zu haben. 

11. Betreffzeilen und Preheader optimieren

Deine Betreffzeile und der darunter oder daneben angezeigte Preheader sind die ersten sichtbaren Elemente in der E-Mail-Vorschau. Bei beiden solltest du darauf achten, dass sie relevant und ansprechend sind. Hier sind einige Tipps, um sie zu optimieren: 

  • Halte deine Betreffzeilen und Preheader kurz, um die größte Wirkung zu erzielen. Überschriften sollten zwischen 40 und 80 Zeichen lang sein.  
  • Fasse, wenn möglich, den Inhalt der E-Mail im Preheader zusammen. Falls nicht, biete einen Anreiz oder stelle Vorteile heraus.  
  • Erzeuge mit deinen Preheadern Dringlichkeit oder Neugier, ohne auf spamverdächtige Wörter zurückzugreifen.
  • Stelle deine Angebote an den Anfang der Betreffzeile. 
  • Integriere den Namen des Abonnenten in die Betreffzeile, um zu personalisieren.
  • Wähle die für dich beste Groß- und Kleinschreibung. Die meisten Menschen empfinden eine lockere Ansprache als persönlicher, daher empfehle ich die Satzschreibung.  
  • Teste per A/B-Testversionen, welche Variante bei deiner Zielgruppe besser ankommt.

Versuche insgesamt nicht, vage kreativ oder clever zu sein. Du solltest klar sein, während du die Aufmerksamkeit des Lesers gewinnst.

Anhänge können in deinen E-Mails nützlich sein, bringen jedoch einige Nachteile mit sich. Sie wirken sich oft negativ auf die Zustellbarkeit aus, da Filter sie als Spam einstufen. Deepali Singla, Test Engineer bei Infosys, empfiehlt folgende Strategien, um deine E-Mails sauber und effektiv zu halten:

  • Notwendigkeit prüfen: Bevor du Dateien anhängst, prüfe, ob deren Inhalt vielleicht auch zusammengefasst in der eigentlichen E-Mail dargestellt werden kann, um mehr Klarheit zu schaffen.
  • Beschreibende Dateinamen verwenden: Gib Anhängen sinnvolle Namen, die ihren Inhalt widerspiegeln, damit der Empfänger deren Relevanz besser nachvollziehen kann.
  • Anhänge deutlich erwähnen: Weise in Betreff und E-Mail-Text auf Anhänge hin – erkläre ihre Bedeutung und ihren Inhalt.
  • Lieber Links als Anhänge nutzen: Wann immer möglich, setze lieber Hyperlinks zu Dokumenten statt sie direkt anzuhängen. Dadurch wird die E-Mail kleiner und die Wahrscheinlichkeit als Spam eingestuft zu werden, sinkt.

Grundsätzlich solltest du deine Empfänger nicht mit zu vielen Informationen überfluten. Falls du Anhänge verwenden musst, stelle sicher, dass die Empfänger deiner Marke vertrauen und die angebotenen Inhalte wertvoll sind. 

13. Zustellbarkeitstools und Spam-Checker einsetzen

Diese Spam-Testing-Tools prüfen deine E-Mails anhand von Spam-Filter-Begriffen und -Standards. Sie scannen den Inhalt deiner E-Mail, um spam-typische Ausdrücke zu erkennen und bewerten den Ruf des Absenders.

Die ausgefeilteren Tools gehen noch einen Schritt weiter: Sie führen Zustellbarkeitschecks durch, analysieren, ob deine Domain auf einer Blacklist steht und prüfen auch, wie robust deine Authentifizierungsmaßnahmen wie DKIM, SPF und DMARC sind. 

Hier sind einige Tools zur Diagnostik vor dem Versand, die helfen, deine E-Mails aus dem Spam-Ordner fernzuhalten: 

  • Mailtrap
  • MxToolBox
  • Mail Tester
  • SpamCheck
  • GlockApps

14. Überwache deine E-Mail-Kennzahlen und optimiere für bessere Performance

Das Überwachen deiner E-Mail-Kennzahlen zeigt dir, wie die Empfänger mit deinen E-Mail-Kampagnen interagieren. So erhältst du Einblicke, was funktioniert und was nicht. Es gibt viele KPIs, die du verfolgen kannst, hier sind einige der wichtigsten: 

  • Öffnungsrate: Dies zeigt den Prozentsatz der Empfänger, die Ihre E-Mail geöffnet haben. Die Betreffzeile hat großen Einfluss auf die Öffnungsrate.  
  • Klickrate: Dies zeigt den Prozentsatz der Personen, die auf einen Link in Ihrer E-Mail geklickt haben. Sie ist ein Hinweis auf die Effektivität Ihres Inhalts. 
  • Konversionsrate: Diese Kennzahl misst den Prozentsatz der Personen, die eine gewünschte Aktion durchgeführt haben, wie z. B. einen Kauf oder das Ausfüllen eines Formulars. Ihr Call-to-Action ist entscheidend für höhere Konversionsraten.  
  • Spam-Beschwerden: Dies zeigt den Prozentsatz der Abonnenten, die Ihre E-Mails als Spam gemeldet haben. Das bedeutet, dass der Empfänger Ihre E-Mail als unerwünscht oder aufdringlich empfunden hat. 
  • Absprungrate: Diese Kennzahl misst den Prozentsatz der nicht zugestellten E-Mails im Verhältnis zur Gesamtzahl der gesendeten E-Mails. Dabei kann es sich um einen dauerhaft oder vorübergehend nicht zustellbaren Versand handeln. Temporäre ("Soft Bounces") entstehen oft, wenn das Postfach des Empfängers voll ist oder dessen Server ein Problem hat. Dauerhafte ("Hard Bounces") resultieren aus nicht existierenden oder ungültigen E-Mail-Adressen.  

Tools zur Zustellbarkeit von E-Mails

Sie können Ihre Chancen, im Posteingang zu landen statt im Spam-Ordner, mit Verifizierungs-, Aufwärm- und Test-Tools erhöhen. Hier ist unsere Auswahl der besten Tools auf dem Markt:

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Halten Sie Ihre E-Mails aus dem Spam und steigern Sie das Engagement

Denken Sie daran: Kleine Anpassungen Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie können einen großen Unterschied machen, um die Zustellbarkeit zu verbessern und sicherzustellen, dass Ihre Nachrichten gesehen und darauf reagiert wird.

Mittlerweile wissen Sie, wie Spamfilter funktionieren, warum E-Mails im Spam landen und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um dies zu vermeiden. Mit dem Wissen, wie Sie authentische, ansprechende E-Mails verfassen und eine starke Absenderreputation aufrechterhalten, sind Sie besser darauf vorbereitet, Ihre E-Mails nicht nur in den Posteingang Ihrer Empfänger zu bringen, sondern auch das Engagement zu erhöhen und bessere Ergebnisse mit Ihrer E-Mail-Kampagne zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen zur E-Mail-Zustellbarkeit

Was ist der Unterschied zwischen einem Hard Bounce und einem Soft Bounce?

Ein Hard Bounce bedeutet, dass die E-Mail dauerhaft nicht zugestellt werden konnte (z. B. ungültige Adresse). Ein Soft Bounce ist vorübergehend, etwa bei vollem Postfach oder Serverproblem. Passiert dies jedoch wiederholt, sollte die Adresse dennoch entfernt werden.

Wie oft sollte ich meine Liste bereinigen?

Mindestens alle 90 Tage sollte Ihre Liste bereinigt werden. Monatlich ist ratsam, wenn Sie häufiger E-Mails senden. Entfernen Sie inaktive, gebouncte oder nicht engagierte Kontakte, um die Zustellbarkeit zu schützen und Spamfilter zu vermeiden.

Was ist die Absenderreputation und wie verbessere ich sie?

Ihre Absenderreputation ist wie ein Bonitätsscore für Ihre E-Mails. ISPs verwenden sie, um zu entscheiden, ob Ihre Nachrichten im Posteingang oder im Spam-Ordner landen. Verbessern Sie sie, indem Sie an engagierte Nutzer senden, Ihre Domain authentifizieren, Spam-Beschwerden reduzieren und regelmäßig schwarze Listen überwachen.